Die Rythalle AG Solothurn als «Hausherrin» der HESO blickt zwar erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, doch im Mittelpunkt steht laut Verwaltungsratspräsident Tobias Jakob «die strategische Weiterentwicklung» der AG. Damit habe man sich schwerpunktmässig befasst, und dann liess er auch die Katze aus dem Sack: «Die Auslastung der Reithalle ist abgesehen von der HESO ungenügend. Die Infrastruktur muss verbessert werden, damit wir die Auslastung auch unter der Woche steigern können.»

So sollen künftig vermehrt Seminare, Generalversammlungen und sonstige Firmenanlässe in der Reithalle stattfinden können. Auch das Marketing soll optimiert werden, «damit die potenziellen Mieter künftig weniger Aufwand haben», so Jakob. 

Neuer Pavillon geplant

Mit einem Vorprojekt betraut hat die AG den Architekten Guido Kummer, der bereits den WC-Anbau im Westen der Reithalle realisiert hatte. Er analysierte erst einmal den Ist-Zustand mit einem zu kleinen Vorraum beim Haupteingang und unterschiedliche Boden-Niveaus. «Die drei Tritte haben mich immer gestört, wir müssen die gesamte Fläche auf ein Niveau bringen.»

Die Hauptmassnahme bestünde demnach im Neubau eines Glas-Metall-Pavillons hinter der Reithalle, der den jetzigen Anbau mit den hinteren WC-Anlagen ersetzt. Die WCS selbst kommen weiter östlich zu liegen, und mit dem Pavillon sollen gleichzeitig bis zu drei Anlässe möglich sein – im Neubau mit 300 Quadratmetern Grundfläche einerseits, dann aber auch in der bisherigen kleinen Turnhalle oder eben in der Reithalle selbst mit ihren maximal 850 Plätzen. Als neuen Hauptzugang sieht Kummer den Zugang zum Pavillon vom Vaubanweg aus, wo die zwei älteren Rosskastanienbäume für ihn «ein natürliches Allee-Tor» bilden.

Mit dem Neubau soll auch Raum geschaffen werden zur Lagerung von HESO-Material, das bis anhin jeweils aus Bellach herangekarrt werden musste. Aber auch bei den bisherigen Bauten sieht der Solothurner Architekt noch etliches Optimierungspotenzial. Beispielsweise beim kleinen Vorraum des Haupttors an der Südfassade oder der Erschliessung des nur über eine Leiter erreichbaren Deckenraums. Die Galerie sollte zudem künftig besser für die Technik nutzbar werden.

Erst ein Vorprojekt

«Zu den Kosten kommunizieren wir noch nichts», meinte VR-Präsident Tobias Jakob auf eine Frage aus dem Plenum der Aktionäre. Denn man arbeite derzeit erst an einem Vorprojekt, «aber wir gehen davon aus, dass wir das Vorhaben finanzieren können.» Als Realisierungshorizont nannte Jakob zudem «das Jahr 2019».

Die statutarischen Geschäfte warfen keine Wellen und wurden allesamt durchgewinkt. Aufgestockt wird der bisher vierköpfige Verwaltungsrat der Rythalle AG mit einem fünften, neuen Mitglied: Einstimmig wählte die Generalversammlung den 52-jährigen Peter Kurz ins Gremium. Er ist gleichzeitig Vizepräsident der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn SGSo und arbeitet seit längerem am Sitz der Crédit Suisse in Solothurn.