Solothurn

Ausgelassene Stimmung am 21. Wyssesteifest der Stiftung Solodaris

Ueli Fuhrer, Leiter Wärchstatt - Cornelia Christen, Leiterin Wohnheim (v.l.n.r.)

Ueli Fuhrer, Leiter Wärchstatt - Cornelia Christen, Leiterin Wohnheim (v.l.n.r.)

Die Solodaris Stiftung lud am vergangenen Samstag zum 21. Wyssesteifest vor dem Wohnheim in Solothurn ein. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Freunde und Solodaris-Mitarbeitende erlebten einen unterhaltsamen Tag. Auf grosses Interesse stiess der neu eröffnete ProSpecieRara-Schaugarten.

Jeweils am ersten Samstag im September lädt die Solodaris Stiftung vor dem Wohnheim an der Weissensteinstrasse zum traditionellen Wyssesteifest ein – heuer bereits zum 23. Mal, schreiben die Verantwortlichen in der Medienmitteilung. Initiiert wurde das Fest 1995 von Hans Meier, dem langjährigen Leiter des Wohnheims. Er liess es sich nicht nehmen, seine Nachfolgerin Cornelia Christen gleich auch ins «Festen» einzuführen und ihr offiziell den Schlüssel zu überreichen. Ebenfalls erstmals am Wyssesteifest dabei war Ulrich Fuhrer, seit Mai neuer Leiter der Wärchstatt. Er führte die Interessierten persönlich durch die Räumlichkeiten und beantwortete zahlreiche Fragen.

Hier bringt man fast alle(s) zum Blühen

Das Angebot beim 21. Wyssesteifest begeisterte auch die vielen Besucherinnen und Besucher. Zur Tradition gehört seit Jahren ein Mittagessen mit Bratwurst, Pommes Frites oder Risotto und Gemüse. Ausgeschenkt wurden auch rote, grüne, gelbe oder mehrfarbige alkoholfreie Drinks. Ob beim Boule-Turnier, am Glücksrad, beim Drechseln mit Hugo Flury vom Holzatelier oder beim Verkauf hauseigener Produkte – die Stimmung war ausgelassen und fröhlich. Dafür sorgte auch der Auftritt von Dülü Dubach, Sänger und Akkordeonist der beliebten Solothurner Mundartband Supersiech.

Auf reges Interesse stiess der neue ProSpecieRara-Schaugarten. Damit setzt sich Solodaris für die Erhaltung und Förderung der Vielfalt in Fauna und Flora ein. Der Schaugarten wurde am Tag vor dem Wyssesteifest zu den Klängen der Solothurner Alphornistin Eliana Burki eingeweiht. Die Gärtnerei ist seit Mai übrigens als Umstellungsbetrieb für die BIO-Zertifizierung anerkannt und wird mit dem Knospe-Zertifikat ausgezeichnet.

Solodaris schafft Räume

Viel Lob gab es für den neuen Auftritt der Solodaris Stiftung. Solodaris schafft Räume: Arbeitsräume, Wohnräume und Freiräume. Geschäftsführer Daniel Wermelinger freut sich über die positiven Rückmeldungen. «Wir wollen die Teilhabe von Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung innerhalb der Gesellschaft fördern und Räume zur gemeinsamen Begegnung schaffen. Das Wyssesteifest ist eine Möglichkeit sich in einem ungezwungenen Rahmen begegnen zu können.» Eine weitere Möglichkeit zu Begegnungen bietet sich an der HESO vom 21. bis 30. September. «Wir freuen uns, bei der Aktion ‹HESO zeigt Herz› dabei zu sein», sagt Wermelinger. Er hoffe auf viele spontane Begegnungen und bereichernde Gespräche. (mgt)

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