Solothurn

Aus einer «Spinnerei» wird Realität: Zwei Freundinnen eröffnen gemeinsam ihre Geschäfte

Kosmetikerin Stéphanie Erb und Eventplanerin Anja Eicher.

Kosmetikerin Stéphanie Erb und Eventplanerin Anja Eicher.

Zwei Freundinnen. Eine Wohnung. Zwei selbstständige Unternehmen. Vor kurzem konnten eine Kosmetikerin und eine Eventplanerin gemeinsam ihre unterschiedlichen Geschäfte eröffnen.

«Jeder hatte seine Ideen und Träume vom eigenen Geschäft», beginnt die 28-jährige Stéphanie Erb. Ebendiese Träume gingen Mitte Dezember in Erfüllung. Nach über zwei Jahren «Spinnerei» eröffneten die beiden Grenchnerinnen Stéphanie Erb und Anja Eicher im Herzen der Solothurner Altstadt ihre Geschäfte. Ein Kosmetikstudio und ein Eventplanungsbüro – unter ein und demselben Dach. Nur durch eine einzelne Türe voneinander getrennt. Eine durchaus ungewöhnliche Synergie.

Unweigerlich stellt sich die Frage: «Was verbindet die beiden verschiedenen Unternehmen?» Auf eine Antwort lassen die gefragten Geschäftsführerinnen nicht lange warten. «Unsere Persönlichkeiten», erwidert Anja Eicher prompt. Dynamisch, kreativ und leidenschaftlich bei der Arbeit, erklärt Stéphanie Erb die gemeinsamen Eigenschaften, die sie zu einem Team werden lassen. Die Leidenschaft und Freude, mit der die zwei Frauen ihren jeweiligen Geschäften nachgehen, widerspiegeln sich in deren Räumlichkeiten. Frisch gestrichene Wände, aufeinander abgestimmtes Mobiliar, ein grosser Spiegel – Stéphanie Erbs Behandlungsraum sieht so aus, wie es sich die Kosmetikerin stets ausgemalt hatte. «Es ist toll, dass ich meine Vorstellungen, die schon immer in mir sprudelten, nun endlich umsetzen konnte», so Erb zu ihrem neuen Beautysalon. Auch Anja Eicher ist zufrieden. Ihr Büro sei zwar klein, aber fein und genau das, was sie schon immer wollte, sagt die erfahrene Eventplanerin.

Jetzt oder nie

«Das alles kam plötzlich schneller zustande als erwartet», verrät Erb. Obwohl die beiden Freundinnen seit langem mit dem Gedanken gespielt hatten, jeweils selbstständig zu werden, sei es dabei immer bei einer «Spinnerei» geblieben, berichtet Erb. Dies änderte sich im August. Die ausgeschriebene Altbauwohnung an der Schmiedengasse 21 sei einfach perfekt gewesen, so die 39-jährige Anja Eicher.

Die zwei separaten Eingänge, die zentrale Lage und der gewisse Charme, den die Wohnung versprühe, bewegten die Frauen zum Handeln. «Es hiess dann: Jetzt oder nie», erzählt Erb. Die im Sommer getroffene Entscheidung bereuen die Unternehmerinnen seither nicht im Geringsten. «Ohne diesen gewissen Entscheidungsdruck hätten wir uns vielleicht nie getraut», schliesst Anja Eicher.

Die grosse Gästeschar an der offiziellen Geschäftseröffnung bekräftigte die Unternehmerinnen in der Richtigkeit ihres Entschlusses. «Um vier Uhr war der Orangensaft bereits alle», lacht Kosmetikerin Erb. Ebenfalls zum Lächeln bringt sie ihre vollbrachte erste Arbeitswoche, die bis auf einige Lücken vollkommen ausgebucht gewesen sei. Ein wenig anders sieht es in dem Bereich der Eventplanung aus: «Hochzeiten, Geburtstage, Firmenevents – solche Anlässe hat man nicht jeden Tag», meint die Eventplanerin dazu. Bis sich alles ein bisschen eingependelt habe, behalte sie jedenfalls nebenbei ihren Job als angestellte Assistentin, erklärt Eicher. Den Frauen ist mittlerweile klar: Selbstständig zu sein, bedeutet nicht, weniger zu arbeiten. «Im Gegenteil, man arbeitet vielleicht sogar mehr, gerade, weil man mit Leidenschaft dabei ist», stellt Eicher klar. Auch ihre Freundin Stéphanie Erb kann ihr da zustimmen: Es sei ein komplett anderes Schaffen, «aber auch ein ganz schönes Schaffen», unterstreicht Erb.

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