Solothurn
Aus der Krone entsteht bis 2015 ein Viersterne- «Boutique-Hotel»

Die Planung für den 20-Mio.-Umbau des Hotels Krone steht nun definitiv. Die Bauarbeiten beginnen im Januar 2014. Unter anderem soll der Leist-Trakt vom Hotel getrennt werden. Läuft alles nach Plan, wird im Frühling 2015 eröffnet.

Wolfgang Wagmann
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Krone Solothurn
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Das Hotel grenzt sich neu auch farblich vom Leisttrakt ab.
Der Grillroom mit seinem Parkettboden wird nicht angetastet.
Der grosse Saal bleibt erhalten.
Die Fasnacht soll in der Krone ab 2016 wieder ein Thema sein.
Die obere Bar wird gegen den Flur offener werden.
Die Reception für die 28 Zimmer wird neu organisiert.
Die Terrasse bleibt, aus dem Barockgarten werden Parkplätze.
Entlang des Kronenstutzs werden neue Ladenflächen entstehen.
Stadtpräsident Kurt Fluri erklärte im Mai 2012, warum Stadt und Kanton das Hotel für 9 Millionen erworben haben.
Vor einem Jahr wurde das ganze Mobiliar nach Shanghai veräussert.

Krone Solothurn

Daniel Wagmann

Seit einem Jahr steht das Hotel Krone abgesehen von einem Fasnachtsintermezzo leer. Im Mai 2012 hatten es Kanton und Stadt Solothurn für insgesamt 9 Mio. Franken hälftig von der Besitzerfamilie Dörfler erworben, nun will es die Baurechtsnehmerin Credit Suisse AG für 20 Mio. Franken umbauen.

Dies bestätigte deren Projektleiter Martin Munz an der Anstösserorientierung diese Woche. «Ein entsprechendes Baugesuch wird auf den 20. August eingereicht.» Laut Munz sollen die Bauarbeiten im Januar 2014 beginnen, vorsichtig formuliert sei mit einer Inbetriebnahme «im Frühling 2015» zu rechnen.

Auch optisch getrennte Welten

Architekt Benedikt Graf vom beauftragten Solothurner Büro Graf Jenni Stampfli betonte, man sei «mit Respekt» an die historische Substanz des Ensembles herangegangen. Im 1772 errichteten Haupttrakt bestehen die wesentlichen Änderungen im Einbau einer zentralen Liftanlage und von zehn Hotelzimmern in der Dachmansarde «mit wunderschöner Aussicht».

Damit bleiben noch 28 Hotelzimmer verfügbar, denn der Leist-Trakt wird nicht nur betrieblich, sondern auch optisch vom Hotel/Restaurant abgetrennt. Dessen Fassade wird sich nach dem Umbau weiss und ohne Fensterläden präsentieren. «Sonst verzichten wir im Saal und Restaurant auf grössere Eingriffe, sind doch die erst 1942 bis 1944 realisierten Stuckarbeiten von sehr guter Qualität», so Graf.

Gröber rückt man dem rückwärtigen Leist-Flügel zu Leibe: Gegen den Hof wird ein neues Treppenhaus mit Balkonen für die acht Mietwohnungen eingebaut, die sich bis unter das ebenfalls umzubauende und dann etwas höhere Mansardendach erstrecken. Im Parterre und ersten Geschoss am Kronenstutz entsteht mit einem zentralen Eingang Ladenfläche von brutto je rund 180 Quadratmetern, für die noch Mieter gesucht werden. Das 2001 errichtete Barockgärtli im Hof muss vorerst dem Kran und danach acht Parkplätzen weichen, die von der Theatergasse her erschlossen werden.

«Ich garantiere Ihnen, es wird viel Staub und Lärm geben», stimmte Grafs Kollege Andreas Jenni die Anstösser auf schwierige Zeiten ein. Die zweite Grossbaustelle neben dem Stadttheater wird vor allem Installationsplatz vor der «Krone», bei der neuen Poststelle südlich von St. Ursen, aber auch am Kronenstutz selbst beanspruchen. «Für die Fasnacht und das Märet-Fescht wird jeweils geräumt», versprach aber der Architekt.

Gesellschaftlicher Treffpunkt

Eine bekannte Grösse ist schon seit Monaten die künftige Betreiberin des Restaurants und Vierstern-«Boutique-Hotels» Krone, die Genossenschaft Baseltor. Projektleiter Martin Volkart: «Das Restaurant wird eine Brasserie mit französischer Küche, schicker als das ‹Baseltor›, aber traditioneller als das ‹Salzhaus›.»

140 Plätze umfasst das Restaurant, 30 das Café mit Bar nebenan, 140 der Saal - ein Gesamtangebot, das für Solothurn einen «gesellschaftlichen Treffpunkt» abgeben soll, in dem auch die Service Clubs und die Fasnacht Platz haben werden.

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