Musiktag Training
Aufspiel der Stadtmusik Solothurn in gut gefüllter Franziskanerkirche

Die Stadtmusik Solothurn gastierte in der Franziskanerkirche vor breitem Publikum. Das Orchester konnte sich mit diesem Konzert für den kommenden Musiktag vom 14. Juni in Etziken vorbereiten. Erstmals dirigierte Anton Helscher den Verein.

Dominik Tschanz
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Die Stadtmusik Solothurn mit Neumitglied Niklas Raggenbass (Mitte). Der katholische Stadtpfarrer wirkte mit seiner Querflöte mit.

Die Stadtmusik Solothurn mit Neumitglied Niklas Raggenbass (Mitte). Der katholische Stadtpfarrer wirkte mit seiner Querflöte mit.

zvg

Zwei Solisten waren zu hören

Mit dem ersten Stück «Rise of the Firebird» von Steven Reineke entzückten die Protagonisten das Publikum von Anfang an. Danach folgte mit dem «JBW-Marsch» ein echtes Schweizer Produkt, wie es Musikkommissionspräsident Rolf Fäs – der wiederum kompetent und mit Witz durch das Konzertprogramm führte – beschrieb. Dieser Marsch wurde zum 20-jährigen Bestehen der Jugendband Wegenstettertal von Mario Bürki komponiert.

In «Voices of the Sky» von Samuel R. Hazo zeigte die Stadtmusik die verschiedenen Facetten des Himmels auf. Ein erster Konzerthöhepunkt in der Franziskanerkirche war das Euphoniumsolo «The Green Hill» von Bert Appermont. Der junge Euphonist Yves Tschanz, der letztes Jahr die Musik-Rekrutenschule absolviert hatte, vermochte das Publikum mit seinem Solopart vollends zu begeistern. In «The City of Lights», geschrieben von Andrew Watkin, wurde den Zuhörenden die Stadt Paris musikalisch näher gebracht.

Vom Waldhorn zum Alphorn

Das zweite Solo des Konzerts wurde von der Waldhornistin Karin Tschumi vorgetragen. Sie legte jedoch ihr Waldhorn zur Seite und schaffte den nicht ganz leichten Wechsel in so kurzer Zeit auf das Alphorn problemlos. Begleitet von ihren Musikkameraden gab sie «Blausee» von Hans-Jürg Sommer zum Besten.

Nach diesem zweiten Solo wartete die Stadtmusik mit «Celtic Crest» auf. Das von Christoph Walter verfasste Werk ist seit mehreren Jahren das Finalstück des Basel Tattoo. Im Jahr 1942 schrieb Hans Heusser den Marsch «Salut à Bruxelles». Diesen wird die Stadtmusik Solothurn am 14. Juni in Etziken, wo der Musiktag stattfindet, in der Disziplin Parademusik spielen. Der 1986 geborene Japaner Naoya Wada schrieb «Anjin: Blue Eyed Samurai». Dies ist eine Geschichte aus dem 16. Jahrhundert, als «Anjin» als erster europäischer Samurai in Japan für Aufsehen gesorgt haben soll.

Viel Applaus und alt Bewährtes

Mit der «Polonaise Militaire», welche Frédéric Chopin schrieb, neigte sich das Konzert langsam dem Ende zu. Ein bekanntes Werk von Mani Matter folgte jedoch noch. Es handelte sich dabei um «s’ Zündhölzli», worin mehrere Mitglieder der Stadtmusik solistisch zu hören waren.

Nach dem grossen Applaus des Publikums war die erste Zugabe zu hören. Dafür wurde «An Irish Party in Third Class» aus «Titanic» ausgewählt. Danach wurde noch der Geburtstagswunsch eines Mitglieds erfüllt. So spielte die Stadtmusik Solothurn als zweite Zugabe «In the Lime-tree Avenue». Standesgemäss wurde auch das Kirchenkonzert mit dem «Solothurner Marsch» beendet.

Die Stadtmusik Solothurn wird das nächste Mal am 17. Mai auf dem Rosegghof zu hören sein, wo sie einen weiteren Konzertauftritt absolviert.