FV-Dosto
Auf Testfahrt: Der neue SBB-Doppelstöcker pendelt zwischen Solothurn und Grenchen

Der neue Doppelstöcker der SBB ist noch in der Testphase. Am Dienstag fanden weitere Fahrten zwischen Solothurn und Grenchen statt.

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Er ist bis zu 400 Meter lang und bietet bis zu 1300 Personen einen Sitzplatz – das sind rund 10 Prozent mehr als die heutigen längsten Züge. Der Twindexx Swiss Express des kanadischen Bahnbauers Bombardier, die SBB nennt ihn FV-Dosto (Fernverkehrs-Doppelstockzug), ist der neue Vorzeige-Doppelstöcker der SBB.

2010 wurden von den SBB 62 Fernverkehrszüge für 1,9 Milliarden Franken bestellt – der teuerste Auftrag der SBB-Geschichte. Ursprünglich sollten die ersten Züge 2013 geliefert werden.

Seit zwei Jahren wird der Doppelstöcker getestet. Mittlerweile sind laut SBB mehrere Kompositionen ständig auf dem Schweizer Netz auf Testfahrten unterwegs. «Die ausführlich Tests sind nötig, damit der Hersteller Bombardier alle Nachweise erbringen kann, damit der Zug die Zulassung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) für das Schweizer Netz erhält», so SBB-Mediensprecher Reto Schärli. Diese derzeit noch ausstehende Zulassung sei die Bestätigung des BAV, dass das Fahrzeug «sicher» verkehren könne.

Nicht zum ersten Mal war er am Dienstag auf der Teststrecke zwischen Solothurn und Grenchen unterwegs.

Im Laufe des Tages fuhr er gleich mehrmals zwischen den Städten hin und her. Im Bahnhof Solothurn wartete er jeweils im Abstellbereich bei den Güterzügen aufs Ok zur nächsten Fahrt.

Das neue Rollmaterial wird zuerst auf der Ost-West Achse zwischen St. Gallen und Genf zum Einsatz kommen. Später auch auf anderen Strecken.

Weil aber aus Erfahrung mit Kinderkrankheiten zu rechnen ist, werden die SBB die Züge nicht von Anfang an fest einplanen. Konkret: «Die Züge werden zu einem heute noch bekannten Zeitpunkt mit Kunden verkehren, sind aber nicht fix im Fahrplan eingeplant», so Reto Schärli. (ldu)