In Zukunft wird man in Solothurn wohl auf den ein oder anderen schnüffelnden Detektiven treffen. Grund dafür ist ein Mitte Mai eröffneter Detektiv-Trail, welcher durch und um die Stadt Solothurn führt.

Folge den Spuren

Wohin geht es als Nächstes? Wer den Bildern auf der Schatzkarte und den Tipps von Detektiv Dachs folgt, wird am Ende des Trails auf die verborgene Schatztruhe treffen, welche mit einem vierstelligen Zahlencode verschlossen ist. Öffnen kann sie nur, wer unterwegs die Rätsel knacken und die richtigen Zahlen in die Schatzkarte eintragen konnte. Der Code kann anhand der Zahlen und mithilfe einer Formel am Ende des Weges berechnet werden.

Genaues Hinschauen ist gefragt, denn für die Lösung müssen Statuen aufmerksam betrachtet, Sitzbänke richtig gezählt und Bilder genau untersucht werden. Unterwegs erfährt man von Detektiv Dachs Wissenswertes rund um die Barockstadt und kommt an Orten vorbei, an welchen man ohne Schatzkarte vielleicht achtlos vorbeigehen würde.

Auf der fünf Kilometer langen Strecke findet man immer wieder lauschige Plätzchen zum Verweilen. Wer zwischendurch Pausen einlegen oder eines der auf der Karte gekennzeichneten Museen besuchen möchte, sollte sich für den Weg mindestens drei bis vier Stunden Zeit nehmen. Wem es hingegen darum geht, schnellstmöglich zur Schatztruhe zu gelangen, benötigt für die Strecke etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Der Weg ist bis auf zwei kleine Treppen kinderwagen- und rollstuhlgängig.

Links oder rechts an der «Hafebar» vorbei? Detektiv Dachs hilft weiter.

Links oder rechts an der «Hafebar» vorbei? Detektiv Dachs hilft weiter.

Für kleine und grosse Detektive

Obwohl der Trail vor allem Familien ansprechen soll, eignet er sich auch für Erwachsene und als Vereins- oder Firmenausflug, denn einige Rätsel sind – besonders für Detektive, die nicht in Solothurn heimisch sind – gar nicht so einfach zu lösen. Der Trail führt durch romantische Gässchen und idyllischen Parks, ist also durchaus auch für Paare geeignet.

Für Jugendliche, welche sich auf eigene Faust auf die Schatzsuche begeben wollen wird ein Mindestalter von 14 Jahren empfohlen. Zu Recht: denn man ist schneller eine Abzweigung zu früh abgebogen, als man denkt. Für ganze Schulklassen ist der Trail hingegen sehr empfehlenswert, denn die Schatzsuche ist Stadtrundgang mit geschichtlichen Informationen und Outdoor-Aktivität in einem.

Direkt losschnüffeln

Das Praktische am Detektiv-Trail: Die Schatzkarte kann gegen einen Betrag von fünf Franken im Internet als App heruntergeladen, zu Hause ausgedruckt oder im Tourismusbüro am Kronenplatz in Solothurn bezogen werden. Dadurch muss der Ausflug nicht im Voraus geplant werden und man kann sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt auf die Schatzsuche begeben. Wettertechnisch zahlt es sich aus, nicht bei Regen oder Wind los zu schnüffeln, denn die Schatzkarte aus Papier ist nicht besonders wetterresistent. Zudem gibt es viel zu blättern und dabei sind Windböen keine grosse Hilfe.

Die Kombination aus spannender Stadtführung und Rätselknacken machen den Detektiv-Trail zu einem besonderen Erlebnis. Wer wissen will, wer die St. Ursen-Kathedrale erbaut hat, was die Industrialisierung mit der reformierten Stadtkirche zu tun hat und warum der Krummturm auch «Kamuff» genannt wird, der sollte sich Zeit nehmen und sich auf den Trail durch die Barockstadt begeben.

Er ist jeweils von Anfangs Mai bis Ende Oktober geöffnet und bei schönem Wetter auf jeden Fall einen Nachmittagsausflug wert.

Mo-Fr: 7 bis 18.30 Uhr, So: 9 bis 17 Uhr Weitere Informationen: www.detektiv-trails.ch
App-Store: «MyCityHighlight Detektiv-Trails».