Solothurner Wetter

Auf die Schafskälte war Verlass - aber einen Hitzetag gab es auch

Der Juni startete in Solothurn mit einem durchaus sonnigen Pfingstmontag, doch schon am 4. setzte die erste grössere Regenperiode ein.

Der Juni startete in Solothurn mit einem durchaus sonnigen Pfingstmontag, doch schon am 4. setzte die erste grössere Regenperiode ein.

Im Juni bot das Solothurner Wetter von allem etwas.

Es war ein Juni nach alter Väter Sitte: Fast die Hälfte des Monats beanspruchten 14 Regentage, die für einmal wieder genügend Nass brachten. Die 127,5 Liter pro Quadratmeter in Solothurn und 141,9 im Wallierhof Riedholz lagen etwas über dem langjährigen Mittel und hoben sich positiv von den Trockenperioden der letzten Jahre ab. Dazu kam das Ausbleiben von aussergewöhnlichen Hitzewellen wie im Vorjahr während der letzten Juniwoche. So entsprach die aktuelle Juni-Durchschnittstemperatur von 17,5 Grad ziemlich genau dem Langzeit-Mittelwert. Zum Vergleich: Letztmals hatte dies der Juni 2016 geschafft, in den drei Jahren danach schnitt der Monat jeweils mit mehr als durchschnittlich 20 Grad ab.

Die Badi-Fans verpassten diesmal nichts

Der Juni startete mit einem durchaus sonnigen Pfingstmontag, doch schon am 4. setzte die erste grössere Regenperiode ein, denn binnen vier Tagen summierte sich die Niederschlagsmenge auf über 50 Liter oder Millimeter pro Quadratmeter. Am ersten Juni-Wochenende, als erstmals die Badi unter Coronauflagen ihre Pforten öffnete, goss es fast unaufhörlich bei einer Mittagstemperatur von noch 14 Grad am Sonntag, 7. Juni. Die pünktlich eingetretene Schafskälte setzte sich in der zweiten Juniwoche bei grauem Himmel und ständigen Regengüssen fort, die auch der Seilbahn Weissenstein die Wiederaufnahme des Betriebs vermasselten.

Erst nach 20 Tagen schaltete der Juni zögerlich auf Sommergefühle um, auch wenn eine recht taffe Bise wie schon öfters im Frühling die Spielverderberin gab. Nach einem Hitzetag mit fast 30 Grad am 26. Juni stellte jedoch der Ostwind ab, und sofort drehte das Wettergeschehen ins nasse Fahrwasser – die letzten Junitage bescherten nochmals 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Immerhin war der berüchtigte Siebenschläfertag am 27. Juni nur leicht angefeuchtet – es sollte also nicht gerade sieben Wochenenden nacheinander regnen, wie es uns die alte Bauernregel weismachen will.

Das gilt bereits für diesen Samstag und Sonntag, die teils sonnig und wohl trocken daherkommen. Aber schon auf Beginn der nächsten Woche dürfte der Keil des Azorenhochs wieder abgebaut werden und wechselhaftes Westwindwetter aufziehen. Dieses hat zwar auch nicht lange Bestand, doch deuten die Modelle ein ständiges Auf und Ab von Zwischenhochs und Tiefdruckausläufern an – mit anderen Worten: Es wird sicher nicht furztrocken, und auch Hitzewellen sind derzeit kaum absehbar. Der Sommer 2020 scheint ein normaler, ohne die Rekordausschläge der letzten Jahre zu werden.

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