Kinderzirkus Robinson
Auf der Bühne der unbegrenzten Möglichkeiten

Der Kinderzirkus Robinson hat seine Open-Air-Bühne derzeit beim Gewerbeschulhaus aufgebaut. 41 junge Talente zeigen im Programm «Im Flickflack nach Amerika» bis 6. August ihr Können.

Andreas Kaufmann
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Das Publikum wartet schon ganz gespannt
27 Bilder
Eine Amerikanerin kann auch Lasso werfen
Am Trapez
Indianer
Auf dem Kunstrad unterwegs
Kinderzirkus Robinson: Der älteste Kinderzirkus der Schweiz macht zurzeit mit 41 talentierten auf dem Solothurner Kreuzackerquai Halt
Horizontaltuch
Dann musste doch noch die schützende Kaputze hochgezogen werden
Echte Cheerleader auf der Bühne
Basketball auf den Hochrädern
Pyramide bauen

Das Publikum wartet schon ganz gespannt

Solothurner Zeitung

Neben der riesigen Flagge der USA geht die kleine Zoë fast verloren: Sie wurde von ihrer Tante auf einen Besuch über den Atlantik eingeladen, ist nervös, aber gleichsam gespannt auf das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. «Im Flickflack nach Amerika», das Thema ist dem Kinderzirkus Robinson geradezu auf den Leib geschneidert: Unbegrenzt sind auch die Talente, die die 41 Protagonisten zwischen 7 und 16 seit gestern auf dem Kreuzackerquai zeigen.

Diese erzählen die Geschichte des Mädchens, das auf ihrem Besuch in den Staaten zunächst daran verzweifelt, nicht akzeptiert zu sein, um dann doch von der Cheerleader-Gruppe aufgenommen zu werden, zu der sie aufblickt.

Ein Hauch Broadway

Es ist eine Geschichte, erzählt durch Tanz und Akrobatik, durch Schauspiel und Musik, eine Geschichte, in der sich Traum und Wirklichkeit ebenso abwechseln wie Betrübtheit und Humor. Auf hohen Einrädern wird mit Basketbällen balanciert, vom Vertikaltuch lassen sich vier Tänzerinnen ins scheinbar Bodenlose fallen, sodass der Atem stockt. Just schwappt ein Hauch Broadway vom Rand der Bühne, die kurz vorher Schauplatz eines Wildweststreifens war.

Kurzer Schauer

Unten lässt sich das vergnügte Publikum vom Zirkuszauber einnehmen. Selbst als Regentropfen in die Popcorn-Tüte fallen und Eltern von hinten Regenmänteli reichen: Der kurze Schauer scheint den kleinen Zuschauern nichts anzuhaben. Erst recht nicht den Akrobatinnen und Akrobaten, die - mit gebotener Vorsicht - ihre «Amerikareise» auch so weiterführen. Anna, 6, ist eine der Zuschauerinnen, die sich auf die akrobatische Reise haben entführen lassen.

Nicht zuletzt der Ferienpass-Kurs am Vormittag hat sie fasziniert. Dort erhielt sie die Gelegenheit, erstmals Zirkusluft zu schnuppern. Ebenso Dominik, 6, der sich bei dieser Gelegenheit vom Seiltanz in den Bann schlagen liess. Aber in einem Zirkus, da wäre er dann doch lieber der Dompteur, der die Tiger bändigt.

Solothurn ist heuer zum dritten Mal Gastort des ältesten Kinderzirkus der Schweiz. Zirkusleiterin Nicole Brägger schätzt die zentrale Passantenlage am Quai. Und nicht zuletzt sei es auch die hiesige Kulturtradition, die Solothurn als Bühne prädestiniere.

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