Solothurner Wetter
Auf den nasskalten Frühling folgte ein heisser Bilderbuchsommer

Nach dem feuchtkühlen ersten Halbjahr erlöste der Juli 2013 alle, die auf Wärme stehen: Mit überdurchschnittlich viel Sonnenschein und Temperaturen von drei Grad über dem Monatsmittel erfüllte der zweite Sommermonat alle Erwartungen.

Wolfgang Wagmann
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Besonders die Wasserratten zeigten sich erfreut über die Sommerhitze.

Besonders die Wasserratten zeigten sich erfreut über die Sommerhitze.

Hanspeter Bärtschi

Der Juli hielt sogar für die stets besorgten Landwirte ein Zückerchen bereit: Trotz erster Dürresymptome kamen zuletzt doch noch die völligen normalen 114,5 Liter Regen im Monatsmittel zusammen. Kurios, dass diese Menge fast nur auf zwei Regentage zurückzuführen ist, wobei der Montag, 29. Juli, mit einem Tagestotal von 60 Litern oder Millimetern pro Quadratmeter für Solothurn rekordverdächtig wirkt.

Ansonsten war der Juli über weite Strecken ein wunderschöner, auch wenn er mit einem Monatsmittel von 21,4 Grad bei weitem nicht an den «Superjuli» 2006 mit 23,4 oder 2003 mit 22,5 Grad herankam.

Die zweite Hitzewelle

Die erste Juliwoche hatte noch nicht unbedingt den Optimismus auf schönes, warmes Sommerwetter genährt. Blieb doch der 3. Juli mit 27 Liter Regen ein sehr nasser und auch der kühlste Tag des ganzen Monats. Anschliessend beherrschte zwar die Sonne die Szenerie, doch eine mitunter sehr stramme Bise hielt ungeduldige Aareschwimmer noch vor allzu langen Bädern ab.

Absehen vom leicht gewittrigen 9. Juli hielt dank der Bise die lange Schönwetterphase bis 17. Juli an – wobei die Tageshöchsttemperaturen klar unter der 30-Grad-Marke blieben. Zwei gewittrige Tage mit willkommenen Regengüssen leiteten über zu einer weiteren Schönwetterperiode, doch diesmal ohne Bise. Die Folge: Nach der ersten Hitzewelle im Juni kletterte das Thermometer am 26./27. Juli wieder deutlich über 30 Grad, wobei ausserhalb des Backofens Altstadt «nur» gerade mal 32 Grad zusammenkamen.

Dazu gabs nun Tropennächte, da es nachts nicht mehr unter 20 Grad abkühlte. Heftige Böen aus Südwest kündeten am Sonntag, 28. Juli, einen Wetterumschwung an, der begleitetet von Blitz und Donner einen massiven Temperaturrückgang um rund 15 Grad brachte. Der Rekordregentag tags drauf sorgte in jeder Hinsicht für Entlastung – auch für die vielen Knallfixe, die allmählich wegen Waldbrandgefahr um ihr 1.-August-Spässchen hatten bangen müssen.

Es bleibt noch Sommer

Wer sich an das Sommerfeeling gewöhnt hat, kann sich noch freuen: Bis Mittwoch bleibt das Hoch mit heissen Temperaturen für die Schweiz wetterbestimmend. Dann allerdings dürften die Hundstage und der absolute Hochsommer definitiv vorbei sein - der Mittwoch und Donnerstag könnten recht regenreich werden und damit eine klare Abkühlung bringen.

Zwar scheint sich dann erneut eine Hochdrucklage aufzubauen, doch nochmals Werte von 30 und mehr Grad sind derzeit nicht mehr in Sicht.

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