Solothurn

Auf den letzten Drücker: Jesuskind und Eseli für die Weihnachtsreise gefunden

Zwei der Esel, die in den letzten Jahren mitgemacht haben, wurden verkauft. Jetzt wurden neue gesucht.

Zwei der Esel, die in den letzten Jahren mitgemacht haben, wurden verkauft. Jetzt wurden neue gesucht.

Am Sonntag wird in Solothurn die Weihnachtsgeschichte aufgeführt. Quasi in letzter Minute konnten dafür Maria, Josef, das Jesuskind und drei Esel gefunden werden.

«Ohne Esel wäre es möglich gewesen, die Weihnachtsreise aufzuführen, nicht aber ohne Jesuskind.» Richard Hürzeler, Verwalter der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn, ist überglücklich, dass die diesjährige Weihnachtsreise auf nichts und niemanden verzichten muss. 

Am Mittwoch - also vor einer Woche - kam die Zusage der Familie Schütz aus Solothurn. Simon, der am 14. November zur Welt kam, wird der kleine Star sein, wenn sich am dritten Advent die Solothurner Altstadt für einen Tag in Bethlehem verwandelt. Dort herrscht Herodes, Soldaten patrouillieren, Hirten treiben ihre Schafe über die Pflastersteine und die drei Könige machen sich auf die Suche nach dem Jesuskind - heuer eben nach Simon. 

Die Familie Schütz freut sich, bei diesem Ereignis dabei zu sein. Im letzten Jahr schaute sie sich die Weihnachtsreise zum ersten Mal an. «Wir fanden das ganz toll», erzählt Radhika Schütz. «Am meisten hat uns beeindruckt, dass das Baby echt ist.» 

Während sie und ihr Mann mit Simon ihre Rollen spielen, werden die vier- und sechsjährigen Töchter mit den Grosseltern unterwegs sein. 

Esel aus dem Jura dabei

Nicht nur das Jesuskind fehlte bis vor Kurzem. Auch an tierischen Statisten mangelt es. Zwar nicht an den beliebten Kamelen, dafür an Eseln, die mit den Hirten und Schafen umherziehen. Da die beiden Tiere, die diese Rolle bisher übernommen hatten, in diesem Jahr verkauft wurden, mussten neue Esel gesucht werden. «Es gibt viele Esel. Aber nicht alle sind dafür geeignet, in Menschenmassen herumgeführt zu werden», so Richard Hürzeler.

Er ist glücklich, dass im letzten Moment - die Zusage kam am zweiten Advent - drei Esel aus dem Berner Jura gefunden werden konnten. Die Esel sind Menschen gewohnt, werden sie doch fürs Eseltrekking eingesetzt. 

Mit den beiden Eseln, die bei der Krippe stehen, werden demnach am Sonntag fünf Esel einen Auftritt haben.

Stadtpfarrer zum ersten Mal dabei

Die Reformierte Kirchgemeinde kann auf zahlreiche Helfer zählen. Auch Pfarrpersonen werden im Einsatz sein. So wird Niklas Raggenbass, der seit etwas mehr als einem Jahr Solothurns Stadtpfarrer ist, heuer zum ersten Mal eine Aufgabe übernehmen. Er wird als Kommunikator präsent sein und Fragen der Zuschauer beantworten. Doch nicht nur Stadtsolothurner Kirchen beteiligen sich an der Weihnachtsreise: Der Zuchwiler Pfarrer Ralf Bethke wollte unbedingt mitmachen, wie Hürzeler berichtet.

Die Reformierte Kirche sucht immer wieder Statisten für dieses Outdoor-Aufführung. «Wenn jemand Interesse hat mitzumachen, kann er sich direkt bei der Verwaltung melden», sagt Richard Hürzeler. 

Die Weihnachtsreise startet um 14.15 Uhr. Um 16.30 Uhr gibts den Abschluss auf dem Märetplatz.

Die Geschäfte in der Altstadt haben von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Woche später findet der zweite Sonntagsverkauf statt.

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