Nein, die Solothurner haben die ebenso einfache wie erfolgsversprechende Idee nicht gehabt, gibt Sterne-Koch Andy Zaugg vom Restaurant zum alten Stephan zu. Die «Route Gourmande» wurde bereits mehrfach in Yvorne durchgeführt – und hat jeweils an die 600 Liebhaber guter Weine und guter Speisen angelockt.

Heuer kommen die Winzer aus dem Waadtland für diese ausserordentliche Bacchusreise erstmals in die Ambassadorenstadt. Das Prinzip ist in der Tat bestechend simpel: Fünf Spitzenköche und zwölf Winzer werden am Sonntag, dem 29. September, am letzten Heso-Wochenende also, ihre Kräfte vereinen, um allen Interessierten ein ganz besonderes Fest für den Gaumen zu ermöglichen.

Höhepunkte im 20-Minuten-Takt

Auf neun Stationen, vom Hotel Ramada über das «Jägerstübli» und den «Alten Stephan» bis hin Restaurant Zum Fritz, werden Gruppen von jeweils 30 Personen im 20-Minuten-Takt von kulinarischem zu önologischem Höhepunkt geführt, wie Zaugg, der Meisterköche aus der Umgebung und passende Lokalitäten in der Stadt zusammengeführt hat, berichtet.

Mit dabei sind auch die Stadtkäserei und die «Suteria», die mit Käsebuffet beziehungsweise «Gâteau de Soleure» aufwarten.

«Chargé pour Soleure»

Zu und zwischen allen Gängen werden die Winzer aus Yvorne ihre Weine servieren, darunter auch Philippe Gex, Winzer und Gemeindepräsident von Yvorne. Er freue sich, sagte er an der gestrigen Medienkonferenz, denn «jede Gelegenheit für Deutschschweizer und Romands, gemeinsam etwas Zeit zu verbringen, ist eine gute Gelegenheit.»

Kurt Fluri zeigte sich seinerseits geehrt, dass die Yvorner für die «Route Gourmande» Solothurn ausgewählt haben, und fragte sich, ob wohl das Bonmot «Chargé pour Soleure» etwas damit zu tun habe.

Eines stellte er jedoch klar: Für gutes Wetter am Anlass könne er als Stadtpräsident nicht garantieren. Dafür seien in der Bischofsstadt nicht weltliche Behörden zuständig.

Reservationen für die «Route Gourmande» am Sonntag, 29. September, sind unter www.yvorne-provy.ch möglich.