Solothurn
Auf dem alten Forstwerkhof-Areal soll ein «schöner Bau» entstehen

Das alte Forstwerkhof-Areal der Bürgergemeinde Solothurn soll bald überbaut werden. Die Sterki Bau AG will dort seinen neuen Geschäftssitz errichten.

Wolfgang Wagmann
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Der Forstwerkhof mitsamt Bürogebäude ist verschwunden. Nun will hier die Sterki Bau AG ihr neues Geschäftsdomizil errichten.

Der Forstwerkhof mitsamt Bürogebäude ist verschwunden. Nun will hier die Sterki Bau AG ihr neues Geschäftsdomizil errichten.

Wolfgang Wagmann

Der Strassenknoten Allmend präsentiert sich derzeit als riesige Brache beidseits der Westumfahrung, denn inzwischen ist auch der Forstwerkhof der Bürgergemeinde Solothurn verschwunden. Nur ein blauer Bauzaun der 1950 in Günsberg gegründeten Firma Sterki Bau AG signalisiert, wer die neue Besitzerin des Areals ist – und dort bauen möchte.

Das Bauunternehmen, seit 2002 in Solothurn domiziliert, will dort seinen neuen Geschäftssitz errichten. Inhaber Guido Sterki: «Unser neues Büro ist im Erdgeschoss geplant.» Im Gegensatz zum ursprünglichen Projekt sollen im dreigeschossigen Gebäude in den oberen zwei Stockwerken 9 bis 12 Wohnungen entstehen. Für die Architektur bleibt das Solothurner Büro baderpartner zuständig. «Wir wollen einen schönen Bau an dieser Stelle realisieren», betont Sterki.

Im Moment laufen Vorabklärungen und man hofft, im Sommer das entsprechende Baugesuch einreichen zu können. «Vielleicht reicht es dieses Jahr für erste Vorarbeiten»; hofft der Baugeschäft-Besitzer. Denn ebenfalls Abklärungen mit der Bahn (Linie Solothurn–Moutier) seien bereits erfolgt und im jetzt blau umzäunten Kellerloch habe man auch schon in Zusammenarbeit mit dem Kanton geringfügige Altlasten entsorgt.

Eine lange Geschichte

Der Forstwerkhof der Bürgergemeinde Solothurn auf dem sogenannten «Chantier» war vor einem Jahr von der Allmendstrasse ins Steingruben-Areal Bargetzi auf Rüttener Boden umgezogen. Eine Absicht, die schon früher bestanden hatte, «denn der Standort an der Allmendstrasse war für den Forstbetrieb nie ideal gewesen», erklärt Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger.

Erste Umsiedlungspläne scheiterten jedoch am Widerstand aus Naturschutzkreisen, weil das Steinbruch-Biotop den selten gewordenen Glögglifröschen und Ringelnattern eine Heimat bietet. Schliesslich konnte die Bürgergemeinde das Forst-Büro in einem bestehenden Gebäude auf dem Steinbruch-Areal unterbringen und dahinter einen Schopf für ihren Forstbetrieb erstellen.

Schon ab 2010 wurden Baupläne im Chantier gewälzt.

Schon ab 2010 wurden Baupläne im Chantier gewälzt.

Lucien Fluri

Zuvor hatte man das Solothurner Büro baderpartner ab 2010 auf dem Chantier ein Projekt für einen mehrgeschossigen Bürobau verfassen lassen, der aber keinen Investor fand. Nur die Sterki Bau AG zeigte Interesse, sodass dieses Projekt wieder schubladisiert wurde. Die Bürgergemeinde prüfte dann, das Areal im Baurecht abzugeben, um es dann doch an die Baufirma Sterki zu verkaufen. Mit dem Abriss des ganzen Forst-Werkhofs nach dem Umzug nach Rüttenen endete dann dessen lange Geschichte in Solothurn.