An Kundschaft mangelt es dem «Kreuz» nicht – auch sonntags gehen die Teller zuhauf über die Theke. Dennoch bleiben in der Genossenschaftsbeiz ab 1. Februar am Sonntagabend die Lichter aus. Felix Epper vom «Kreuz» erklärt, was man auch auf der Facebook-Seite des Restaurants erahnt: Es fehlt an Köchen. «Wir haben Personalmangel in der Küche, weswegen wir um eine Einschränkung der Öffnungszeiten nicht herumkommen.»

Nach dem Weggang eines Kochs sucht die Genossenschaft vergeblich nach einem Nachfolger. «Der Markt ist ausgetrocknet.» Erschwert werde die Suche nach Kochpersonal auch durch die Stellenmeldepflicht bei der Regionalen Arbeitsvermittlung RAV, wie Epper ausführt. «Ausserdem müssen wir uns an arbeitsrechtlichen Vorgaben wie der Einhaltung von freien Tagen orientieren.» Bereits vor dem 1. Februar – nämlich während der Filmtage, werden anderweitige Einschränkungen zu spüren sein, wie Epper weiter informiert: «Wir haben bislang auch nach Mitternacht noch Menüs zubereitet. Das wird heuer nicht möglich sein.»

Mit den gleichen Problemen schlägt man sich auch in anderen Gastbetrieben herum: beispielsweise bei der Genossenschaft Baseltor, unter deren Dach das Restaurant Baseltor, das «Salzhaus», das «Solheure» und «La Couronne» laufen. «Um gute Leute kämpft die ganze Branche», weiss Gabriela Hladikova, zuständig für Finanzen bei der Genossenschaft. Das Problem tangiere aber nicht nur das Küchen-, sondern auch das Servicepersonal. «Aber hauptsächlich sind Küchenchefs und Sous-Chefs gesucht.

Probleme sieht sie bei den Arbeitszeiten. Gerade die Zimmerstunden, die nun mal dazugehören, machen den Beruf nicht gerade beliebt. Weitere Faktoren seien beim Lohn und bei der körperlichen Anstrengung zu suchen. Optionen gebe es wenige, um dem Problem entgegenzuwirken: «Aber wir gehen den Weg, mehr Lehrlinge auszubilden und Anreize zu schaffen, damit sie bleiben.»