Solothurn
Auch wer nicht in die Ferien fährt, kann «etwas Cooles» erleben

Frühlingsferien, schönes Wetter und nicht in die Ferien gefahren? Über 100 Kinder aus Solothurn nutzen derzeit die Themenwochen auf den drei Quartierspielplätzen Tannenweg, Güggi und Villa41.

Lucien Fluri
Drucken
Teilen
Die Kinder verwandeln die alten Stühle in Kunstwerke
12 Bilder
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
Auf dem Quartierspielplatz Weissensteinstrasse (Villa41) werden alte Stühle verziert
Auch der Tacker wir eingesetzt.
Mit der grossen Schachtel kann man auch Spass haben
Kaum ist es warm, wird auch gerne im Bach gespielt.
Keine Angst vor kalten Füssen

Die Kinder verwandeln die alten Stühle in Kunstwerke

Hanspeter Bärtschi

Karton, überall ist Karton. Eierschachteln, Bierdeckel und Schuhschachteln werden auf dem Spielplatz Güggi zu Kartonburgen geschnitten und geklebt. «Auch aus Abfallmaterial kann man tolle Sachen machen», sagt Guda Hess-Güdel. Sie koordiniert das Ferienangebot für die rund 100 Kinder auf den drei Solothurner Spielplätzen. Das Ziel ist wie jedes Jahr: «Auch Kinder, die nicht in die Ferien fahren, sollen etwas Cooles erleben», so Hess.

Zum Einstimmen singen die Kinder ein Lied
15 Bilder
Zum Einstimmen singen die Kinder ein Lied
Mit viel Fantasie bauen die Kinder aus Kartonresten eine Burg
Die Kinder suchen sich die geeigneten Kartonstücke zusammen.
Mit viel Fantasie bauen die Kinder aus Kartonresten eine Burg
Karton zum Fernrohr umfunktioniert.
Die Röhren werden danach an den Ecken der Kiste angebracht.
Wer eine Frage, dem wird natürlich geholfen.
Sie ist mit vollem Einsatz dabei.
Mit viel Fantasie bauen die Kinder aus Kartonresten eine Burg
Mit viel Fantasie bauen die Kinder aus Kartonresten eine Burg
Wie gehts weiter?
Fast fertig...
Nochmals kleben...

Zum Einstimmen singen die Kinder ein Lied

Hanspeter Bärtschi

Vier Kartonburgen werden gebaut. «Das gibt die Ringmauer», sagt Taddeo . Gemeinsam mit Lluhsan und Linus bastelt er an der Umfassungsmauer für die Burg. Oben am Tisch steht der Rest der Gruppe. Vier Türme haben sie bereits gebaut. Nur der grösste Turm in der Mitte fehlt noch. Etwas grösser ist nebenan die Burg der Titanen. Die Gruppe Drachenzahn hat sogar eine Zugbrücke an ihrer Burg. «Geisterritter» ist das Thema auf dem Spielplatz Güggi.

Tolle Stimmung

Nicht weniger aktiv geht es im Garten der «Villa 41» an der Weissensteinstrasse zu und her. Überall stehen bunt bemalte Stühle, die bearbeitet werden. Mit einer Schleifmaschine bearbeitet Josue gerade den alten Holzschaukelstuhl, den er mitgebracht hat.

Mit welcher Farbe er ihn bemalen will, weiss der Achtjährige noch nicht. Für rot und orange hat sich dagegen Armida entschieden. Jetzt kleistert sie Servietten mit Erdbeermotiven auf die Seite des Stuhls.

Für alle erschwinglich

In der Ecke des grosszügigen Gartens wird aus einem Baumstrunk ein Thron gefertigt. «Ein Friedensthron», sagt Spielplatz-Leiterin Lis Dreier. Bei Konflikten können sich die Kinder dort künftig eine Lösung aushandeln. Allerdings ist von Krach weit und breit keine Spur: Ausgelassen und friedlich ist die Stimmung. Rhythmus und Musik statt Krach ist auch die Losung am Tannenweg. Hier baut Anna-Rita Wyss mit ihren Kindern aus einfachen materialen Instrumente: Tambourins Schellenstäbe, oder ein Glasxylophon aus Wasserflaschen.

Nach dem Basteln ist der Appetit gross
12 Bilder
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross
Nach dem Basteln ist der Appetit gross

Nach dem Basteln ist der Appetit gross

Hanspeter Bärtschi

Im Garten der Villa 41 steht Ramon mit seinem Kollegen Jann auf einer Holzschaukel. «Schon als Baby war ich da», antwortet er auf die Frage, wie oft er auf den Spielplatz gekommen sei. - Kein Wunder war er oft hier: 21 Ferienwochen hat Guda Hess-Güdel mit ihrem Team in den letzten zehn Jahren koordiniert, jeweils eine im Frühling und eine im Herbst. Ein kleiner Unkostenbeitrag lässt es zu, dass wirklich alle Kinder teilnehmen können. 15 Franken kostet die Woche - inklusive Mittagessen, das jeden Tag gemeinsam eingenommen wird.

Aktuelle Nachrichten