Solothurn
Auch in der Vorstadt ist nicht alles Gold, was glänzt

Der südliche Teil der Stadt Solothurn bleibt weiterhin attraktiv. Dies nicht zuletzt dank der Vereinigung «Pro Vorstadt», die vor 9 Jahren gegründet wurde und immer wieder mit neuen Ideen aufwartet.

Katharina Arni-Howald
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Blick über die Aare auf die Vorstadt.

Blick über die Aare auf die Vorstadt.

Wolfgang Wagmann

Präsident Martin Tschumi konnte an der diesjährigen Generalversammlung auf einige immer wiederkehrende und neue Highlights zurückblicken, die der Vorstadt ein Gesicht geben. Dazu gehören beispielsweise der Weihnachts- und Buechibärger Märet, der Chästag und der Dornacherplatz, der in eine Entspannungszone umgewandelt wurde.

Beliebt ist auch der jüngst ins Leben gerufene «Gewerbe-Treff», der zum Ziel hat, das Gewerbe in der Vorstadt besser zu vernetzen. Auf viel Interesse stösst zudem ein jährlicher Rundgang, der es Interessierten erlaubt, hinter die Kulissen des prosperierenden Stadtquartiers zu blicken.

«Wir wollen immer wieder etwas Neues ausprobieren», ermunterte Tschumi die zahlreich erschienen Vereinsmitglieder im Härdöpfu Huus und blickte mit Zuversicht in die Zukunft «Mit den Projekten Rosengarten und Oetterli-Areal, der Neugestaltung des Berufsbildungszentrums, der Umgestaltung der Berntorstrasse und der Aufwertung des Kreuzackerparks stehen attraktive Vorhaben an, die die Vielfalt der Vorstadt fördern, neues Gewerbe anziehen und Arbeitsplätze generieren werden.»

Das jüngste Projekt, das Ende Mai anläuft, ist das Urban Gardening auf dem Dornacherplatz, das sich unter anderem an Familien richtet, die durch ihre Mitarbeit einen Beitrag zur Belebung des Platzes leisten möchten.

Es wird zuviel gebüsst

Doch auch in der Vorstadt ist nicht alles Gold, was glänzt. Ein immerwährendes Thema, das an der Versammlung erneut ausgiebig diskutiert wurde, ist das Parkplatzproblem, das nicht nur für Anwohner, die vergebens um eine Anwohnerprivilegierung kämpfen, sondern auch für die Ladenbesitzer, deren Kunden selbst für ein kurzfristiges Anhalten gebüsst werden, untragbar.

«Auch ich empfinde diese Praxis als zu repressiv», ging Kurt Fluri, der die Versammlung kurz besuchte, auf die Beanstandungen ein. «Ich habe ein Gespräch mit dem Polizeikommandanten veranlasst und hoffe auf eine praktikable Lösung», machte der Stadtpräsident den Betroffenen Hoffnung.

Fluri dementierte zudem das Gerücht, dass bei den anstehenden Bauvorhaben weitere Parkplätze verloren gingen. Nicht erfreut ist der Vereinsvorstand auch über die am letzten Wochenende verübten Vandalenakte, bei denen die soeben frisch renovierten Holzmöbel auf dem Dornacherplatz beschädigt wurden.

Nach dem Austritt von Thomas Scherrer setzt sich der Vorstand neu aus Martin Tschumi (Präsident), Ursula Steiner, Ursula Tschanz, Fabian Kammer und Simu Fankhauser zusammen.