Solothurn
Auch der Schweizer Meister der Slam-Poeten steht auf der Bühne

Mit «gägäWärt» erwartet das Publikum am nächsten Freitagabend in der Kulturfabrik Kofmehl ein Feuerwerk der Mundartkünstler. Wie jedes Jahr wird an der Mundartnacht ein buntes Programm an Dialekten und Genres der Kleinkunst gezeigt.

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Mit Marco Gurtner aus Thun tritt der amtierende Schweizer Meister des Slam-Poetry-Fachs auf.

Mit Marco Gurtner aus Thun tritt der amtierende Schweizer Meister des Slam-Poetry-Fachs auf.

Dieter Graf

Dieses Jahr prominenter vertreten als auch schon sind die Slam Poeten: Drei Solo-Künstler und ein Slam-Duo stehen auf der «gägäWärt»-Bühne im Kofmehl. Mit dabei ist der amtierende Schweizer Meister Marco Gurtner aus Thun.

Auch diesmal ist es den Veranstaltern gelungen, eine gute Mischung von Kunstformen und Dialekten auf die Bühne des Kofmehls zu bringen. Gregor Stäheli aus Basel hat sich in der Szene schon längst einen Namen gemacht und konnte schon etliche Slams für sich entscheiden und steht aktuell im Finale des Oltner Kabarett-Castings. Ebenfalls ein erfolgreicher Slammer ist der Thuner Marco Gurtner, der Ende März sogar Schweizer Meister wurde. Vive la Charme (Vivek Sharma) ist noch nicht ganz so weit, der Oltner ist erst seit Kurzem bei Slams dabei. Als gebürtiger Inder ist für ihn Mundart eine Zweitsprache, umso schöner, ist er bei diesem Dialektfestival dabei. Valerio Moser (Langenthal) und Manuel Diener (Zürich), besser bekannt als Interrobang, sind unterdessen bereits mit ihrem zweiten abendfüllenden Programm unterwegs.

Eine Frau und eine Moderatorin

Denselben Weg ging Christoph Simon. Und das mit Erfolg, der Berner Kabarettist und Spoken Word Künstler wurde letztes Jahr mit dem renommierten Salzburger Stier ausgezeichnet. Das Musikkabarett-Duo Schönholzer & Rüdisüli bestehend aus Markus Schönholzer und Robi Rüdisüli aus dem Zürcher Oberland sind zwei Urgesteine der Kleinkunstwelt und aktuell mit ihrem berührenden Programm «Zwei Musiker. Sechzehn Lieder. Achteinhalb Geschichten» unterwegs. Die einzige Frau in der Runde ist die Satirikerin Rebekka Lindauer. Die Zürcherin ist zum ersten Mal an der Mundartnacht dabei. Mit ihrem energiegeladenen Performance und direkten Texten wird sie beweisen, dass sie der Männerwelt gut entgegenhalten kann. Ebenfalls aus Zürich stammt ein weiterer «gägäWärt»-Debütant: Dominic Oppliger. Der Spoken-Word-Künstler veröffentlichte letztes Jahr die Mundartnovelle «acht schtumpfo züri empfernt».

Durch den Abend führt die Radio-Moderatorin Rosie Hörler mit ihrem breiten Appenzeller Dialekt. Sie kehrt nach elf Jahren wieder einmal an die Mundartnacht zurück. (pfs)

Infos Türöffnung 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. www.mundartnacht.ch und www.kofmehl.net