Bei 20 fast durchweg sonnigen Tagen konnte gar nicht viel Regen fallen, und so brachte es der Oktober auf nur gerade 34 Liter Regen pro Quadratmeter in Solothurn und deren 44,9 im Wallierhof Riedholz, was ungefähr einem Drittel der normalen Monatsmenge entspricht. So herrschte auch für die Pilzsammler nach dem Peak Ende September rasch wieder Ebbe in den Wäldern.

Die meist klaren Nächte sorgten öfters für kühle Morgentemperaturen, sodass der Oktober 2018 mit einem Mittel von 11,4 Grad in Solothurn sogar einige zehntel Grad unter dem langjährigen Durchschnitt geblieben ist.

Trüb und nass startete der Monat eher atypisch, ehe sich bis am 8. Oktober die Sonne recht gut in Szene setzen konnte. Nach diesem Regentag folgte eine weitere milde und sonnige Wetterphase mit erstaunlich geringem Nebelaufkommen in den Morgenstunden. Dies dürfte auch zu den Rekordfrequenzen der Seilbahn Weissenstein in diesem Oktober beigetragen haben – wobei nie eine ganztägige Hochnebellage den Run auf den Hausberg noch mehr befeuert hatte. Nass wurde es nochmals vom 21. bis 23. Oktober, ehe sich wieder Hochdruckwetter durchsetzte. Doch wurde nun die 20-Grad-Marke kaum mehr geknackt und morgens setzte es aufs Monatsende hin sogar Bodenfrost ab.

Wo bleibt der Winter?

Das jetzige, verfrühte Martinisömmerchen nimmt morgen Samstag ein nasses Ende. Dann befinden wir uns eine Etage tiefer im Spätherbst mit eher einstelligen Tagestemperaturen. Ein richtig knackiger Wintereinbruch ist aber derzeit bis zur Monatsmitte nicht in Sicht, und auch grosse Regenmengen mit Schnee in den Bergen dürften noch länger kein Thema sein. Alles deutet auf ein Anhalten der Trockenheit hin.