Solothurn

Auch bei «Wolkenbruch» blieb es trocken – Organisatoren sind zufrieden mit Sommerfilmen

Das Publikum beim Eröffnungsfilm.

Das Publikum beim Eröffnungsfilm.

Trotz geringerem Publikumszuspruch ist Eva Gauch mit den Solothurner Sommerfilmen zufrieden.

Weitgehend trockenes und angenehmes Wetter prägte die 23. Ausgabe der Solothurner Sommerfilme auf der Krummturmschanze. Die paar Tröpfchen am Samstagabend waren nicht der Rede wert; nur beim abschliessenden japanischen Film «Shoplifters» am Sonntagabend «wurde es in der zweiten Hälfte richtig nass. Aber von Sturmwind, Blitz und Donner blieben wir verschont», bilanziert Eva Gauch nach eher unliebsamen Erinnerungen an Wetterkapriolen beim jüngsten Openair Etziken. Doch für einen gesamthaft zufriedenen Eindruck sorgte bei der Betriebsleiterin des Alten Spitals schon nur die Tatsache, dass «wir am Morgen nie nasse Stühle hatten.»

Dennoch: Das kühle Wetter sorgte für weniger Betrieb an der Bar, während die Anbieter von Srignags und Insieme sowie José Campos mit seinen spanischen Spezialitäten eine eher positive Bilanz ziehen dürften. Eva Gauch: «Wenn es vor dem Film regnet, kommen die Leute nicht vorher essen. Das war diesmal nie der Fall.»

Für einige etwas zu anspruchsvolle Kost

Dennoch: Der Jahrgang 2019 «wird nicht zu den berauschenden zählen», was den Publikumsaufmarsch anbelangt. Rund 1800 Kino-Freaks kamen; das sind 600 weniger als noch im Vorjahr und auch klar weniger als die rund 2200 Besucher im langjährigen Mittel.

«Aber das Stammpublikum, rund 300 Gäste pro Vorführung, war da», meint Eva Gauch. Sie sieht den Grund für den Zuschauerschwund in ihrer Programmierung, hätten doch anspruchsvolle, aber eher wenig bekannte Filme auf dem Programm gestanden. «Es fehlte die grosse Sommerkomödie. Und ein Film, der die goldene Palme von Cannes gewonnen hat, ist noch kein Garant für einen Grossaufmarsch.

«Wolkenbruch» war der Publikumsrenner

Wie erwartet war der Schweizer Topseller «Wolkenbruch» am Mittwochabend ausverkauft – «wir hätten ihn zweimal spielen können», ist Gauch überzeugt. Dagegen ging die «Rote Laterne» am Samstag trotz des bekannten Regisseurs Ethan Hawke an den US-Film «Blaze». «Wir haben mangels grosser Mainstream-Filme eben anders programmiert. Cineastisch war diese Ausgabe auf jeden Fall hervorragend», betont die Organisatorin. Zwar habe man gehofft, damit auf die gewohnten Publikumszahlen zu kommen, doch zollte man zuletzt der Erkenntnis Tribut, dass jedes Kinojahr unterschiedlich viele Blockbuster hervorbringt. «Vor drei Jahren hätten wir zwölf Abende bespielen können. Doch liegt ein schwächeres Jahr drin – dank treuen Sponsoren und gut verkaufter lokaler Kinowerbung.»

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