Solothurn

Arbeit fast rund um die Uhr: Die Standbauer geben der Herbstmesse ein Gesicht

Liliane Herzog und ihr Team sind schon mehr als zwei Wochen an der Herbstmesse Solothurn im Stand-Aufbau aktiv.

Jetzt sind alle da. Und «mechen» was das Zeug hält, damit in den acht Zelthallen eine HESO entsteht. Schon länger stehen die Lieferwagen mit der Aufschrift «Herzog» zwischen dem Sonderschau-Zelt und der Reithalle. Ein halbes Dutzend Leute zählt das Team von Liliane Herzog, visuelle Gestalterin mit dem Firmensitz in der Konsumbäckerei Solothurn.

Es bewältigt ein eigentliches Mammutprogramm: «Wir sind zuständig für die diesjährige Sonderschau, den Stand der AZ Medien/Solothurner Zeitung, die Auftritte der Regio Energie Solothurn und von Viva Plus sowie für die «Öufi»-Aussenbar und den Fischegge der Honolulu-Bööggiers.»

Dabei ist Messe-Hochsaison – auch in Schaffhausen oder Aarau sind die Dienste des international aktiven Ateliers Herzog gefragt – das heisst Arbeit fast rund um die Uhr. «Im April/Mai und jetzt haben wir am meisten zu tun, und da läuft halt vieles parallel», weiss Liliane Herzog aus Erfahrung.

Liliane Herzog, visuelle Gestalterin und Standbauerin: «Wir freuen uns das ganze Jahr auf die HESO»

Liliane Herzog, visuelle Gestalterin und Standbauerin: «Wir freuen uns das ganze Jahr auf die HESO»

Eine Sache des Vertrauens...

Auf die kann sie im wahrsten Sinne des Wortes bauen. Zum Beispiel beim Budgetieren. «Eigentlich immer habe ich das Budget im Bauch», lacht sie – und dieses werde dann beim genauen Rechnen bestätigt. Manchmal gebe es «Sachen, die nicht gehen» und die man dann anders lösen müsse. So wollte das Team ein Standelement in Beton fabrizieren, was so aber nicht möglich war. «Aber das nehmen wir dann auf unsere Kappe.»

Standbauen ist für Liliane Herzog Vertrauenssache, und sie mag ihre Auftraggeber. «Wir dürfen jeweils sehr kreativ werden», verweist sie auf ihre HESO-Grosskunden wie die Regio Energie oder eben jetzt die Kehrichtverbrennungsanlage Kebag, die am Freitag durch Bundesrat Ueli Maurer ihre Sonderschau «Vergraben – Verbrennen – Verwerten» eröffnen wird.

... und des «Gspüris»

Eine Sonderschau zu kreieren, sei für sie «eine schöne Herausforderung» – und jedes Mal eine neue Aufgabe, so Liliane Herzog. Auch wenn die Vorlaufzeit recht lange ist, es braucht jeweils viel Gspüri und ein absolutes «Hineindenken» in die Thematik. Oder anders gesagt: «Je besser man den Kunden kennt, desto besser gelingt die spätere Erlebniswelt», ist die versierte Standbauerin überzeugt.

Bereits bekannt ist ihr auch schon das Thema der nächstjährigen HESO-Sonderschau, die sich um den Wald drehen wird und zumindest gedanklich ebenfalls schon erste Formen angenommen hat – denn nur mit seriöser Planung können die zuletzt immer eng werdenden Termine eingehalten werden.

Wobei dem Team des Atelier Herzogs zugute kam, dass es bereits etliche Tage vor der Freigabe der Zelte und Hallen für die Aussteller einige Stände aufbauen durfte – die meisten anderen Standinhaber richten ihre Stände erst in den letzten Tagen, ja Stunden ein.

«Bi eifach e Büezer»

Die grundlegende Kopfarbeit für das spätere Erscheinungsbild eines Standes oder der Sonderschau leistet zwar Liliane Herzog. Doch wenn es dann um die eigentliche Umsetzung «sur Place» geht, hat Philipp Kaufmann als Projektleiter das Sagen - immerhin ist er schon seit zehn Jahren im Geschäft. Doch beim Aufbau legt auch Liliane Herzog im «Übergwändli» tatkräftig Hand an – denn in diesem Moment sei sie «nümm dr Chef, sondern eifach e Büezer!»

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