Solothurner Wetter
Aprilwetter war viel trockener als in Vorjahren

Der April hinterliess einen weit besseren Eindruck als der so nass gestartete Mai bisher: Etwas zu warm ausgefallen blieb er auch zu trocken, überzeugte dafür mit viel Sonnenschein.

Wolfgang Wagmann
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Das Wiesenschaumkraut, das Aprilblümchen schlechthin,wurde von viel Sonne verwöhnt.

Das Wiesenschaumkraut, das Aprilblümchen schlechthin,wurde von viel Sonne verwöhnt.

Wolfgang Wagmann

Gut 150 Liter pro Quadratmeter – so viel Regen war auf Solothurn seit Mitternacht zum 1. Mai bis am Montag Mittag herabgeprasselt. Zum Vergleich: Den ganzen Monat April über hatte es in Solothurn nur gerade 45 Liter, im Wallierhof Riedholz 59,8 Liter abgesetzt. Damit wurde während 30 Tagen nicht einmal die Hälfte der langjährigen Durchschnitts-Monatsmenge gemessen – in den letzten dreieinhalb Tagen dafür gleich das Dreifache der ganzen Aprilmenge. Aber so kann das Wetter sein. Das Monatsmittel im April wurde dagegen mit 9,9 Grad nur gerade um 0,3 Grad übertroffen. Denn die 14 Sonnentage vermittelten ein trügerisches Bild: Nachts fiel das Thermometer noch mehrmals in den Minusbereich.

Unterkühlte Ostertage

Der April fing mitten in der Karwoche keineswegs verheissungsvoll an: Graupel- und Regenschauer wechselten sich bei bedecktem Himmel und einstelligen Temperaturen ab. Der zuvor weitgehend ausgeaperte Weissenstein erhielt nochmals eine dünne, aber geschlossene Schneedecke, und am Ostersonntag zeigte sich zwar sporadisch die Sonne, aber darin tanzte durchaus die eine oder andere Schneeflocke. Am Ostermontag gabs zum Zmorge nochmals Bodenfrost, garniert mit Bise, ein eher garstiger Wettercharakter, der noch zwei Tage lang dominierte.

Erst vom 7. April an begann ein Azorenhoch zu wirken und es folgte eine sehr sonnige, trockene Phase, die bis zum 16. April anhielt. Allerdings wurde tagsüber die 20-Grad-Marke nicht erreicht, und die Nächte blieben noch empfindlich kühl, was den Blütentrieb von Birne, Kirsche, aber auch der Tulpen nur zögerlich voranschreiten liess.

Hafebar-Start verregnet

Eine Schlechtwetterdelle brachte den schon recht trockenen Böden mit rund 12 Litern Regen pro Quadratmeter etwas Entlastung. Nach 36 Stunden war der Spuk vorbei – allerdings hatte er den Hafebar-Start am 17. April gründlich verwässert. Erneut setzte sich unter der Woche schönstes Wetter durch, ehe prompt am Wochenende Schauer und eine Eintrübung am Samstag die Biertage hinter der Reithalle beeinträchtigten. So richtig scheusslich wurde es allerdings viel später als prophezeit, und zwar erst am Dienstag, 28. April, mit einem weissen Häubchen für die Hasenmatt. Wechselhaft blieb es bis zum Monatsende, das dann in den jetzigen rekordnassen Maibeginn überging.

Nun, so richtig toll wirds auf den Start der Badesaison am Samstag nicht. Gewitter und Schauer wechseln mit Zwischenhochs ab, und die Bike Days dürften kaum trocken über die Bühne gehen. Dagegen sollten sich die Regenmengen in Grenzen halten. Auch wird es nach dem heutigen «Hitzetag» sofort wieder kühler – die Eisheiligen sind schliesslich erst am übernächsten Wochenende überstanden.