Solothurn

Anzeichen auf den nahenden Advent mehren sich

Noch ist die Weihnachtsdekoration noch nicht omnipräsent im Solothurner Stadtbild, aber schwer im Kommen ist sie alleweil.

Nein, die Weihnachtsbeleuchtung wird erst Ende November aufgeschaltet, und auch sonst blinkt und flackert es noch nicht an den Hausfassaden und auf den Plätzen. Doch die Anzeichen auf den nahenden Advent mehren sich. In der Suteria hat Irene Roth diese Woche die Schaufenster auf Samichlaus getrimmt.

«Das bleibt jetzt bis zum 6. Dezember und wirbt für unsere Lebkuchen, die eben jetzt gerade produziert worden sind.» Am 7. Dezember wird die Dekorateurin dann das eigentliche Weihnachtsschaufenster in Angriff nehmen. Denn das Advents- und Weihnachtsgeschäft sei die Zeit, wo am meisten laufe, weiss Irene Roth aus langjähriger Erfahrung. Sagts, und hängt eine weitere Rute über dem Lebkuchenparadies auf.

Die einen warten noch zu...

«Die Idee hätte ich, aber das Material ist noch nicht ganz beisammen.» Und deshalb wird Urs Jeger, stadtbekannt als «Cherzejeger», seine Auslage erst am 13. oder 14. November auf Weihnachten und Advent trimmen. Dabei sind die Tage vor dem ersten Adventssonntag, insbesondere der Samstag davor, die wichtigste Phase für Jegers Weihnachtsgeschäft – denn dann müssen in den adventlich geschmückten Stuben die Kerzen parat sein.

Absolut die Nase vorn hat dagegen Beat Roemmel mit seinen zwei Inneneinrichtungsgeschäften an der Goldgasse - ein mächtiger, prächtig geschmückter Christbaum grüsst im Schaufenster und wahren Kugelkaskaden an der Schaufensterfront.

Ansonsten sind die Spuren auf die «Heiligi» Zyt noch wenig ausgeprägt: Rentiere und Minibäume in einer Geschenkboutique am Friedhofplatz, ein Chlausenstiefel neben dem Eingang zu Chocolatier Läderach an der Gurzelngasse. Das wars denn auch schon, bis man die Einkaufstempel der Grossverteiler betritt.

Nicht früher und nicht später

Coop und Migros warten im Eingangsbereich je mit einem «Christmas-Corner» auf, wo Chlausesäckli und vor allem Schoggi-Naschwerk auf Abnehmer warten. Dagegen ist der Warenhaus-Konzern Manor kurz vor Abschluss der «Umrüstung» auf die Adventszeit. Im Bau-und Hobbymarkt haben Glitzer-Rentiere, Samichläuse und sonstiges Dekorzubehör breiten Raum erhalten.

Manor Food lockt mit einem riesigen Stiefel im Eingangsbereich zur «Advents-Naschecke» und ebenfalls nach dem Haupteingang wirbt das Stammhaus an der Gurzelngasse unter dem Titel «Giant Christmas» unter anderem für 24 durchnummerierte Advents-Säckli. «Wir sind weder früher noch später als sonst dran», weiss Jürg Bächli, Manor-Direktor in Solothurn. Aber der Kunde könne sich kaum vorstellen, was es bedeute, das Geschäft auf Weihnachten umzustellen.

Zwar wird die ganze Deko mitsamt den Terminen von der Schweizer Manorzentrale aus gesteuert, aber dennoch bleibe das Ganze ein Riesenaufwand. «Deshalb fangen wir Mitte Oktober an, der Food kommt dann etwas später», so Bächli. Immerhin würden bereits eingepackte Geschenke geordert, «wenn jemand beispielsweise am letzten Sonntagverkauf eine Schachtel Lego für 200 Franken gekauft hat, kann das kein Zufall sein.»

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