Seit 2014 sind Markus Moerler und Olcay Oruç Sahin auf der Suche nach einem neuen Standort für ihr kommerzielles Partykonzept «Eleven». Ihre Hoffnungen liegen aktuell bei den leerstehenden Räumlichkeiten der Landi Reso an der Poststrasse 1 in Solothurn. Dort soll ihr «Eleven» auf 330 Quadratmetern bereits diesen Herbst zu neuem Leben erweckt werden – für rund 300 partyaffine Menschen pro Abend. 

Weit über 20 Parteien dagegen

Soweit die Hoffnungen, die Pläne, sowie das Betriebskonzept, das in Form einer Baupublikation seit Mitte Juli vorliegt. «Wir bewegen Menschen» lautet denn auch das Credo der Eleven Management GmbH. 

Nun aber wurden Menschen auf eine Weise in Bewegung gebracht, wie es sich die beiden sicherlich nicht erhofft haben. Es regt sich nämlich Widerstand in der Nachbarschaft: Nicht weniger als 17 Einsprachen seien bis Mittwoch eingegangen, heisst es seitens Stadtbauamt. Da sich darunter auch einige Sammeleinsprachen befinden, dürften es weit über 20 Parteien sein, die ihren Unmut mit den Plänen Moerlers und Sahins bekunden.

Was die Anwohner befürchten 

Primär sorgen sich die Einsprecher um potenziellen Lärm rund ums künftige «Eleven», sowohl um jenen, der vom Lokal selbst ausgeht, als auch um den Umgebungslärm, der von heimkehrenden Partybesuchern oder durch draussen herumstehende Raucher entstehen könnte. Damit widersprechen sie dem vorliegenden Lärmgutachten, wonach unter dem Strich die Lärmgrenzwerte eingehalten werden können.

Ebenso ist den Einsprechern das Parkkonzept ein Dorn im Auge. Sie befürchten Suchverkehr. Moerler und Sahin ihrerseits sind der Überzeugung, dass eigene Parkplätze nicht vonnöten seien. Nachweisen müssen sie aber ein Soll von 34 Parkfeldern. Ihr Parkkonzept sieht stattdessen vor, sich aber in die Parking AG Solothurn einzukaufen und die Partygäste durch sensibilisierte Werbung dazu zu ermutigen, das Auto in einem der drei Parkhäuser abzustellen.

Flugblatt machte Luft gegen «Eleven»

Im Gefolge der eingegangenen Einsprachen kursierte im Vorfeld auch ein Flugblatt unbekannter Herkunft. Dieses landete in Briefkästen der Anwohnerschaft - teilweise im Radius zwischen Dammstrasse und Stalden. «Noch können wir uns wehren, andere Quartiere haben dies schon geschafft», wird darauf skandiert.

Man wolle keinen Lärm durch 300 Heimkehrer und Autos und dies von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen. «Verpasst nicht die Chance, eine Einsprache einzureichen», appellieren die Flugblattverfasser. Angesichts des Briefstapels, der momentan in dieser Sache auf dem Stadtbauamt vorliegt, dürften die Unbekannten ihr Ziel erreicht haben.