Auch das Verwaltungsgericht hat die Pläne der Eleven Management GmbH, im Landi-Gebäude ein Eventlokal einzurichten, gestützt. Es wies die weitergezogenen Anwohner-Beschwerden aus der Anwohnerschaft vollumfänglich ab. Die Eleven Management GmbH wird nach dem letztjährigen Ausscheiden von Markus Moerler noch durch Olcay Oruç Sahin geführt. Ob er den jetzigen Freipass zur Realisierung des Lokals allerdings (schon bald) nutzen kann, hängt davon ab, ob die Anwohnerschaft nun bis vors Bundesgericht zieht.

Im Herbst 2016 hatte die GmbH beim Stadtbauamt eine Anfrage zur Umnutzung des Landi-Gebäudes gestellt, worauf die städtische Baukommission die Pläne als zonenkonform beurteilte. Im Sommer 2017 reichte die Eleven Management GmbH ein entsprechendes Baugesuch ein, flankiert durch ein Betriebs-, Verkehrs- und Parkkonzept sowie ein Lärmgutachten. Das Eventlokal sollte 330 Quadratmeter Fläche umfassen, wovon nur 170 für den eigentlichen Eventraum bestimmt wären. Die folgenden Einsprachen auf das Baugesuch hiess die Baukommission nur teilweise gut, bewilligte aber grundsätzlich das Gesuch unter Auflagen.

Mit dem Weiterzug der Beschwerden vor das Verwaltungsgericht sassen nun die Baukommission und die GmbH gemeinsam im gleichen Boot. Das Gericht sieht jedoch den Entscheid der Kommission als vollkommen korrekt an; auch die GmbH verletze beispielsweise kein Bundesrecht und erfülle sämtliche Vorschriften.

Auch könne die Anwohnerschaft mitten im Stadtzentrum mit seinem Nachtleben und einer Bahnlinie unmittelbar nebenan keine wesentlichen Nachtruhestörungen durch das Eventlokal geltend machen. Auch die künftige Gastrozonen-Zuweisung im Rahmen der Ortsplanungsrevision beeinträchtige das Vorhaben nicht. Das Gericht sprach der GmbH eine Parteientschädigung von 600 Franken zu, die Anwohner tragen 2100 Franken Verfahrenskosten. (ww)