In der Nachbarschaft des ehemaligen Landi-Gebäudes, wo das «Eleven» unterkommen will, regt sich Widerstand: Nicht weniger als 17 Einsprachen seien bis am Mittwoch eingegangen.

Da sich darunter auch einige Sammeleinsprachen befinden, dürften es über 20 Parteien sein, die mit den Plänen von Markus Moerler und Olcay Oruç Sahin nicht einverstanden sind.

Primär sorgen sich die Einsprecher um potenziellen Lärm rund ums künftige «Eleven», sowohl um jenen, der vom Lokal selbst ausgeht, als auch um den Umgebungslärm, der von heimkehrenden Partybesuchern oder durch draussen herumstehende Raucher entstehen könnte. 

Ein direkter Anwohner * verschafft seinem Ärger Luft: «Wenn sich schon jetzt am Wochenende das Aaremüürli frühmorgens langsam leert, stören viele Heimkehrer durch ihr Gegröle», sagt er auf Anfrage. «Und das sollen wir nun in verstärkter Form 150 Mal im Jahr haben, weil zwei ihr kommerzielles Projekt durchziehen wollen?»

Auch zweifelt der Einsprecher am Parkkonzept hinter «Eleven»: «Man kann sich zwar in die Parking AG einkaufen, aber ein Anrecht auf einen Platz im Parkhaus hat man deswegen ja noch lange nicht.» Das wilde Parkieren und der entsprechende Suchverkehr am Westbahnhof sind aus seiner Sicht bereits heute ein Problem. Eines, das seiner Ansicht noch zunehmen könnte, wenn «Partygänger mit getunter Karosse vor dem Lokaleingang Halt machen.»

Einsprachen abarbeiten

Über die Inhalte der einzelnen Einsprachen weiss Markus Moerler auf Anfrage aktuell noch nichts. «Deshalb können wir dazu auch keine Auskunft geben.» Das beauftragte Rechtsanwaltsbüro werde nun im weiteren Verfahren im Sinne der «Eleven»-Betreiber professionell und sachlich alle Einsprachen abarbeiten.

Das nachbarschaftlich raue Klima gegen das Veranstaltungslokal nimmt er jedoch gelassen zur Kenntnis: «Wir sind guter Dinge», sagt Markus Moerler.

* Name der Redaktion bekannt