Solothurner Fasnacht
An der Solothurner Gassenfasnacht ging es tierisch zu und her

Das Zebra versuchte die Löwin aufzureissen, erstaunlich viele Giraffen waren dem Metzger entlaufen und die Duracell-Hasen hoppelten unermüdlich durch die Nacht. Ganz ohne Zwischenfälle ging der Anlass aber nicht über die Bühne.

Florian Schmitz
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Partyfieber an der Solothurner Gassenfasnacht
17 Bilder
Vor lauter Partyfieber wird dieser Fasnächtler glatt selbst zur Discokugel.
Auch die Schlümpfe waren am Samstagabend unterwegs.
Mit Schnurrhaaren und Spitznase
Für einen Abend konnten sich auch Zebra und Löwe vertragen.
Gleich drei Amors waren am Samstag unterwegs.
In welchem Zoo diese Giraffen wohl vermisst werden?
Die Tatsache, dass es keinen Schnee hat, hält diese Solothurner nicht davon ab trotzdem Ski zu fahren.
Hauptsache kreativ
Ein bunter Haufen
Auch Hippies können sich für die Fasnacht begeistern lassen.
Piraten Ahoi
Gleich drei Zenturios mit leuchtendem Helm - Es scheint auch die Römer sind mit der Zeit gegangen.
«Hauptsache Bunt» könnte das Motto dieses Fasnächtlers sein.
Wenn es dunkel wird, kann ein leuchtendes Velo durchaus praktisch werden.
In welcher Disziplin diese Goldmedaille wohl gewonnen wurde?
Die sieben Zwerge sind verstreten, Schneewittchen hingegen sucht man vergebens.

Partyfieber an der Solothurner Gassenfasnacht

Hans Peter Schläfli

Die Solothurner Gassen waren zum Bersten voll mit toll kostümiertem Narrenvolk. Die Klassiker dominierten: als Weiber verkleidete Männer, Piraten, Prinzessinnen, Nonnen, Superhelden und Monster.

Kreativ waren die Electric Cowboys, die mit ihren Stahlrössern die Hauptgasse erleuchteten, während der kebapfressende Haifisch staunend zuschaute. Mutig die vier Lehrerinnen, die auf ihren Langlaufski die Löwengasse herunterbretterten, einfallsreich die vier Knastis, die die Kunst in den Schachen trugen, derweil Partnership Honolulu Ständerat Pirmin Bischof in ihr Buch für schwerstvermittelbare Liebessuchende aufnahm.

Das «Gmoscht» Landhaus hat bereits Tradition. In einer solchen Sauna fühlt sich jeder Bazillus sauwohl und der Kostümball bebte. Sogar schon vor dem Eingang begann das Gedränge für alle, die in die Honolulubar reinwollten, und die, die rauswollten, hatten es genauso schwer.

Bobs aus Jamaika und der Schweiz lieferten sich ein spassiges Rennen, die Solothurner Handballer feierten als die sieben Zwerge mit einem musikalischen Berg ihren ersten Sieg des Jahres und die Unihockeyanerinnen aus Oekingen, dass sie soeben den Schweizer Cup geholt hatten.

Aber leider wurde das Motto Avanti Soletti von einigen bis zum Umfallen kampftrinkenden Teenager alternativ ausgelegt. Und es gab auch das: Zwei Gruppen junger, nicht kostümierter Männer, lieferten sich um Punkt 1.30 Uhr bei der St.-Ursen-Kathedrale eine Massenschlägerei.

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