Solothurn

An der Eigenheim-Messe orientiert man sich ganz gezielt

Trotz widriger Wetterbedingungen ist Organisator Benno Krämer zufrieden mit dem Verlauf der Eigenheimmesse in Solothurn. Auch die Bilanz der Aussteller fällt positiv aus.

In der Lounge der Eigenheimmesse im CIS-Sportcenter lassen sich gut Geschäfte abschliessen und Pausen zum Plaudern einlegen. Das nutzt auch der stets fröhlich gestimmte Messeveranstalter Benno Krämer, um kurz über den bisherigen Verlauf der diesjährigen Messe nachzudenken.

«Was gibt es Besseres als eine Veranstaltung, an der 160 Aussteller auf vier Hallen verteilt ihre Produkte anbieten können», freut er sich über den diesjährigen Erfolg der mittlerweile grössten Messe im Mittelland zum Thema Wohneigentum. Trotz widrigen Wetterbedingungen habe sich der Aufwand auch dieses Mal gelohnt.

«Zum Glück konnten wir die Messe aufbauen, bevor der grosse Schnee kam, denn sonst wäre alles ein bisschen kompliziert geworden», blickt er zufrieden auf die letzten vier Tage zurück.

Heizung heraufgefahren

Selbstverständlich musste die Heizung in den grossen Räumlichkeiten etwas heraufgefahren werden, aber: «Die vielen Lichtquellen und die zahlreichen Leute, die sich in den Hallen hin- und her bewegten, haben ebenfalls ziemlich eingeheizt», lacht Benno Krämer und ist überzeugt, dass trotz des Wetterrisikos der Frühlingsanfang die beste Zeit ist, um eine derartige Messe durchzuführen.

Am meisten Pech hatten in diesem Jahr wohl die Betreiber der Aussenstände, denn wer nicht draussen bleiben musste, rettete sich so rasch wie möglich an die Wärme. «Die Eigentümer des CIS sind uns sehr entgegengekommen und haben undichte Stellen im Innern ausgebessert, freut sich der umtriebige Veranstalter, träumt aber nach wie vor von einem eigentlichen Kongresszentrum in der Region, «von dem die ganze Stadt profitieren könnte».

Ein Hauch von Frühling ist tatsächlich bei der Gartenbaufirma Jost aus Gerlafingen zu spüren. Über einen Quellstein aus Metall plätschert ruhig und stetig Wasser in ein Becken. Ein Anziehungspunkt sind die Natursteinplatten in Holzoptik, die rundherum angelegt wurden.

«Pflegeleicht und langlebig», preist Inhaber Martin Gasche das Produkt an. Wer an seinen Stand kommt, stellt unter anderem Fragen zur Garten- und Pflanzenpflege und sonstigen Dingen, die Gartenträume wahr werden lassen. Der Gartenbauer ist rundum zufrieden mit seinem Messeauftritt: «Wir haben viele Gespräche geführt und neue Kunden generiert.»

Eröffnung der Eigenheim-Messe 2018

Eröffnung der Eigenheim-Messe 2018

Bilanz absolut positiv

An der anderen Ecke freut sich Sabine Zimmerli, Assistentin des Leiters der Energiefachstelle des Kantons Solothurn, über das neue Standkonzept und das grosse Zielpublikum, das bei der Eigenheimmesse erreicht werde. «Viele wissen gar nicht, dass es uns gibt und dass man sich bei uns neutral beraten lassen kann.»

Wichtig auch: «Das Amt für Wirtschaft, zu dem die Fachstelle gehört, zahlt Förderbeiträge.» Kein Wunder, dass die Bilanz der 16, stundenweise am Stand anwesenden Energieberater positiv ausfällt. «Bereits am Donnerstag konnten innerhalb von drei Stunden 60 Messebesucher beraten werden», schwärmt Sabine Zimmerli.

Auch das Personal der Firma Späti-Innenausbau aus Bellach kann Positives berichten. Die ausgestellte Konzeptküche aus Eichenholz mit dem hübschen Namen Aurélie, die mit dem Swiss Kitchen Award ausgezeichnet wurde, gefällt und unterscheidet sich von den heutigen «Kochlabors». In der Tat: Es riecht nach Holz.

«Küchen aus Naturholz kommen gut an», sagt Heinz Lüscher. Und: «Die Leute spüren, wenn wir etwas mit Herzblut anfertigen.»

Ruhig schlendert ein Ehepaar durch die Gänge. «Wir kommen jedes Jahr wieder, um über das zu träumen, was wir uns eigentlich gar nicht leisten können», sagt der Solothurner, lacht und ergänzt: «Ich liebe schöne und vor allem «intelligente» Sachen.

Das junge Paar aus Utzenstorf, das mit einem Kleinkind im Restaurant sitzt, hat durch einen Prospekt im Briefkasten von der Messe erfahren. «Wir werden bald das Haus meiner Grossmutter umbauen», sagt die junge Frau. Ob es sich gelohnt hat, nach Solothurn zu kommen?

«Im Prinzip ja», sagt sie. «Aber wenn wir in die Schauräume gehen, werden wir noch näher dran sein.»

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