Publikum
An den Filmtagen ist Gedränge vorprogrammiert

Die Solothurner Hotels sind bereits im Vorfeld gut ausgelastet. Auch private Zimmer werden für die Gäste geöffnet. Als Novum wird heuer ein Festivalpass für die ganze Woche angeboten - sozusagen als Erweiterung des bisher bekannten Wochenendpasses.

Andreas Kaufmann
Drucken
Teilen
Solothurn erwartet einen Besucheransturm.

Solothurn erwartet einen Besucheransturm.

Hanspeter Bärtschi

Auch in den bald anstehenden acht «Gelben Tagen» lebt der Mensch nicht nur von Film allein. Doch was Kost und Logis angeht, sind anreisende Cineasten im Vorfeld der Filmtage jedes Jahr mit demselben Gedränge am Hotelempfang konfrontiert. Auch heuer verhält es sich nicht anders, bestätigt Jürgen Hofer, Direktor Region Solothurn Tourismus: «Mit Ausnahme der ‹Wirthen› und des ‹Ramada› hat es allein auf Stadtgebiet fürs erste Wochenende keine Zimmer mehr.»

Vorausbucher im Trend

Seit drei bis vier Monaten ausgebucht ist das «Baseltor». Eine Einschätzung von Geschäftsführer Franz Herger zeigt: Filmtagefreunde sind oftmals Frühaufsteher und buchen bereits fürs jeweils nächste Jahr. «Bei uns sind es mehr als die Hälfte, die lange voraus buchen», bestätigt Herger. Für den Restaurantbereich zeigt er sich schon jetzt zuversichtlich: «Da haben wir jeweils die Bude voll», dies mit Spitzenwerten am Festivalwochenende.

Von den 40 Zimmern des Hotel Astoria beim Westbahnhof ist rund die Hälfte für Filmtage-Gäste kontingentiert. Weitere 15 Zimmer wurden vorab reserviert, auch hier oft ein Jahr zum Voraus. Insgesamt spricht Markus Stebler, Chef de Réception, von einer überdurchschnittlichen Auslastung während der Filmtage.

Gregory Dörfler, Direktor der «Krone», zeigt sich zufrieden, stellt seinerseits aber Veränderungen bei der Buchungsdauer fest: «Viele Filmschaffende sind punktueller, gezielter vor Ort und nicht mehr über die ganze Festivalzeit.» So vermeldet Dörfler noch einzelne Leerbestände bei 42 vorhandenen Zimmern. «Doch auch die Lücken werden wir füllen können.»

Fürs kleinere Budget: Privatzimmer

Tourismusdirektor Hofer zeigt sich auch zuversichtlich, dass bis zum Startschuss am Donnerstag weitgehend alle Hotels ausgebucht sein werden. «Und im Bereich der Privatzimmer läuft es gar besser als letztes Jahr», sagt Hofer.

So gibt es zahlreiche Möglichkeiten, auf mehr oder weniger informellem Weg an eine Übernachtungsgelegenheit zu kommen. Neben unentgeltlichen Angeboten sind bei Solothurn Tourismus derzeit rund 30 Unterkünfte registiert, in denen man zu einem Richtpreis von 50 Franken pro Nacht pro Person (ohne Frühstück) übernachten kann. «Ich würde diesen Zweig nicht als Konkurrenz zur klassischen Hotellerie sehen», betont Hofer weiter. «Durch das Angebot fühlen sich Filmemacher angesprochen, ferner aber auch Filmtage-Besucher mit einem kleineren Budget oder solche, die gerne in einem beschaulicheren Rahmen übernachten wollen.»

Festivalpass als Novum

Als Novum wird heuer ein Festivalpass für die ganze Woche angeboten - sozusagen als Erweiterung des bisher bekannten Wochenendpasses. Das «Päckli» enthält die Hotelübernachtungen sowie Filmeintritte und lässt sich wunschweise auch nur für eine bestimmte Anzahl von Tagen buchen, wie Hofer weiter informiert.

Aktuelle Nachrichten