Noch immer ist zwar offen, ob die diesjährige Herbstmesse Solothurn HESO vom 19. bis 28. September am Bettag geöffnet werden kann. «Laut gut informierten Quellen setze die Regierung aber alles daran, den Volkswillen umzusetzen», kündigte HESO-OK-Präsident Urs Unterlerchner eingangs des HESO-Forums in der Reithalle schon fast einen offenen Bettag an.

Nach wie vor sei man bestrebt, den Bettagsgedanken auch an der Messe mit einem würdigen Anlass näherzubringen, meinte Unterlerchner. Entsprechende Kontakte zu den Kirchen seien aufgenommen worden. Dennoch zeigte Unterlerchner grosse Genugtuung, dass der Volkswille neun Jahre nach dem klaren Nein zur Liberalisierung des Bettags hatte geändert werden können.

Karl Odermatt als Botschafter

Im Hinblick auf die nächste Herbstmesse Solothurn kündete Urs Unterlerchner ein vermehrtes Engagement der HESO im Sportbereich an. Und stellte dies mit einem prominenten Gast unter Beweis: Fussball-Legende Karl Odermatt führte die vierköpfige Marketing-Crew des GC Basel an, der im September in den HESO-Hallen einen Stand mit diversen Atraktionen betreiben wird. «Karli» Odermatt liess sich nach einem Kurzspeak denn auch nicht lumpen – wer einen der drei ins Publikum spedierten Bälle fangen konnte, erhielt jeweils ein FCB-Meistertrikot und zwei Plätze in der VIP-Lounge des «Joggeli».

Die zweite HESO-Attraktion hat das Publikum im letzten Herbst schon einmal gesehen, möchte sie aber wohl nicht mehr missen: die Söilirennen im Schanzengraben. «Wir werden sie wieder durchführen», versprach OK-Präsident Urs Unterlerchner. Durchgeführt wird auch wieder eine Sonderschau, und zwar stellen sich aus Anlass des 50-jährigen Bestehens die Behindertenwerkstätten der VEBO an der HESO vor. Unter dem Titel «No Handicap», so Direktor Gilbert Giger, «wollen wir unsere Institution der Bevölkerung näherbringen und Berührungsängste abbauen.»

Für den (Behinderten)-Fahrdienst INVA Mobil wird im Rahmen der Aktion «HESO zeigt Herz» geworben, wie Vereinspräsident Peter-Lukas Meier darlegte. Kurz stellte Koordinanator Michel Ruchat aus die diesjährige HESO-Gastregion L’ Auderson et Sainte-Croix, den «Balcon du Jura», vor, an der Herbstmesse unter dem Begriff «Im Land der mechanischen Träume» auftretend.

Für eine freiheitliche Schweiz

Für das liberale Gedankengut, den Motor des «Erfolgsmodells Schweiz», plädierte in der zur Fussball-Arena umfunktionierten Reithalle «Weltwoche»-Verleger und -Chefredaktor Roger Köppel. Er wehrte sich gegen ein Hinterwäldler-Image der Schweiz und den Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit, hätten doch Schweizer Unternehmer sich stets weltoffen gezeigt. Und ausländische hier Erfolg gehabt, weil die direkte Demokratie auch für unternehmerische Freiheiten sorge.