fTiger, Pandabär, Spiderman oder Zauberfee? Unter einem schattigen Dach auf dem Klosterplatz blättern Kinder in einem Ordner mit lustigen Gesichtern und Tierfigürchen. Leon hat sich für den Spiderman entschieden, Sina, die jeden Donnerstag reiten geht, möchte auf ihrem Arm ein Tattoo mit einem Pferdekopf.

Eine Mutter zückt das Handy - ein Foto fürs Familienalbum. «An dieser ersten Station kommt man nicht vorbei», sagt eine junge Frau. «Das Schminken gehört zu den Highlights des Tages. Selbst wenn die Warteschlange riesig ist, harren die Kinder aus, bis sie an die Reihe kommen.»

Gleich nebenan herrscht Budenmäretstimmung. Männer hieven ihre Kinder ins Karussell. Die Herzen schlagen höher. Seifenblasen tanzen in der Luft und Ballone setzen farbige Akzente - auch im Stadtinnern.

Grosser Andrang auch hier bei den verschiedenen Spielstationen. «Eins, zwei, drei.» Ein Vater zählt glitzernde Perlen, die sein Sohn auf ein gelbes Schnürchen reiht. Feinmotorik und Geduld sind gefragt. Wer es schafft, kann ein hübsches, kleines Krokodil mit nach Hause mitnehmen.

Chilbi - das fägt!» heisst das Thema des Familientages, das sich das Mitarbeiterteam der BEKB für dieses Jahr ausgedacht hat. Und zu den Jahrmarktattraktionen gehört selbstverständlich auch der «Lukas» auf dessen Kopf man mit dem Hammer schlagen kann oder das Büchsenwerfen, das von den Kindern Zielgenauigkeit und Geschicklichkeit erfordert.

In der Friedhofgasse darf Felix zum ersten Mal auf dem Holzbrettchen die Rollerbahn hinunterfahren.Ob er Angst hat? «Sicher nicht», sagt der Mutige und landet mit seinem Brett in der Judengasse. «Ich habs geschafft», ruft er seinen Eltern zu, die froh sind, dass er heil unten angekommen ist. In der Gasse riecht es nach Wälchli-Wurst und saftigen Hamburger, denn eines ist klar: Spielen macht Hunger.

Langsam füllt sich auch die St.- Ursen-Treppe. Dort werden in Kürze Christian Schenker und seine Grüüveli Tüüfeli die Kinder in ihren Bann ziehen. Bevor gesungen und getanzt werden kann, fragt Geschäftsleitungsmitglied Stefan Gerber im gewohnt roten Shirt die Kinder. «Wird die Schweiz an der WM heute Abend gewinnen? «Jaaaaaaaaa!» schreit die bunte Schar. «Und wer schiesst das erste Tor?» Die Antwort kommt wie aus einem Kanonenrohr: «Shaqiri!»

Einmal mehr sind die Organisationen mit dem nun bereits seit 12 Jahren durchgeführten Familientag rundum zufrieden. «Ich denke, es waren rund 5000 Besucher», sagt Gerber und Firmenkundenberater Sämi Hofer weiss auch warum: «Das Wetter war perfekt, nicht zu warm und nicht zu kalt.»