Solothurn

Altes Spital erhält den SGSo-Anerkennungspreis

Das Alte Spital hat eine grosse Bedeutung als Kultur- und Kongresszentrum, und auch als Ort der Begegnung.

Das Alte Spital hat eine grosse Bedeutung als Kultur- und Kongresszentrum, und auch als Ort der Begegnung.

Dem Alten Spital wurde an der Generalversammlung der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn (SGSo) den Anerkennungspreis von 5000 Franken zugesprochen. Die «Aktion gegen den Einkaufstourismus» war an der Versammlung ebenfalls im Vordergrund.

«Die Reithalle ist ein spezieller Ort», eröffnete Präsident Christoph Rölli genau dort die Generalversammlung der Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn SGSo. Denn neben gewerblichen Aktivitäten wie der HESO, den Biertagen und anderen biete die Halle auch stets eine Plattform für Kulturanlässe – jüngst als Interimsbühne fürs Stadttheater, für Solothurn Classics im Sommer oder die Filmtage.

Anhand von Zahlenmaterial aus der Stadt Zürich skizzierte Rölli die Wertschöpfung fürs dortige Gewerbe aus 61 Kulturveranstaltungen 2013: Netto seien dem Gewerbe dort Aufträge im Umfang von 84 Mio. Franken geblieben. «Der Effekt» sei – wenn auch bescheidener – «in Solothurn derselbe.» Womit Rölli das Terrain für einen Höhepunkt des Abends vorbereitet hatte: die Vergabe des SGSo-Anerkennungspreises, von der Baloise Bank SoBa mit 5000 Franken dotiert. Zugesprochen wurde er dem Alten Spital, das auch Mitglied der Vereinigung ist.

Dessen Bedeutung als Kultur- und Kongresszentrum, aber auch Ort der Begegnung würdigte die neue SGSo-Geschäftsführerin Caroline Spillmann. Eva Gauch, Betriebsleiterin des Alten Spitals, zeigte sich hoch erfreut über den Preis. Eingesetzt werde das Geld für die wiederum einmonatige Aktion «Platz da!» mit Start am 2. Mai. Nach der «Gross-Lismete» im Vorjahr «greifen wir diesmal zum Garteschüfeli und verwandeln die Kreuzackerbrücke in ein Urban-Gardening-Projekt», so Gauch.

Das Alte Spital, vertreten durch Betriebsleiterin Eva Gauch (l.), erhielt den SGSo-Anerkennungspreis – dotiert mit 5000 Franken – durch Diana Schor und Michael Balmer von der Sponsoringbank Baloise Bank SoBa.

Das Alte Spital, vertreten durch Betriebsleiterin Eva Gauch (l.), erhielt den SGSo-Anerkennungspreis – dotiert mit 5000 Franken – durch Diana Schor und Michael Balmer von der Sponsoringbank Baloise Bank SoBa.

Aktion gegen Einkaufstourismus

Unter den Jahresaktivitäten der Vereinigung wie den vier Sonntagsverkäufen ragt eine spezielle Aktion hervor, die eine Projektgruppe erarbeitet hat. Vorstandsmitglied Sabine Stocker präsentierte den 150 Anwesenden, darunter 94 Mitglieder, die «Aktion gegen den Einkaufstourismus». Unter der Devise «Dänk wyter – chauf nöcher» will man die Kundschaft für die Einkaufsregion Solothurn sensibilisieren und ihre Vielfalt aufzeigen.

«Wir möchten 500 000 Lose mit elf aufgedruckten Sprüchen unter die Leute bringen», erklärte Stocker. Zu gewinnen gibts Preise für 5000 Franken, Höhepunkt soll ein Event auf dem Märetplatz am 29. Oktober sein. Budgetiert hat das Projektteam für die Aktion 35 000 Franken, die weitgehend über Beiträge der neu 534 SGSo-Mitglieder aufgebracht werden sollen.

Ohnehin konnte Vizepräsident Markus Boss ein positives Bild der Finanzen zeichnen: Erstmals war es nämlich Ende 2014 möglich geworden, den tatsächlichen Reingewinn aus den nicht eingelösten «SOgut»-Geschenkgutscheinen zu eruieren. Ein Budgetposten, der in früheren Jahren viel zu optimistisch bewertet worden war und die Crew um Christoph Rölli und Markus Boss zu ausserordentlichen Massnahmen wie der Höherbewertung der Rythalle-AG-Aktien und der Aktivierung der Weihnachtsbeleuchtung gezwungen hatte, um eine ausgeglichene Bilanz zu erhalten. «Nun wissen wir, dass wir mit den 43 000 Franken Gewinn gerade den Aufwand für die Geschenkgutscheine decken können», meinte Boss. Mit einem Gesamtgewinn von gut 14 000 Franken und einem positiven Budget bleiben die Mitgliederbeiträge auf dem vorherigen Stand.

«Mister Weihnachtbeleuchtung»

Im Vorstand hat Manor-Direktor Jürg Bächli wegen der zeitlichen Belastung demissioniert. An seine Stelle wurde der 41-jährige «Fielmann»-Geschäftsführer Tobias Beyer gewählt. Faktisch vollzogen ist seit Oktober der Wechsel in der Geschäftsführung von Willy Reinmann zu Caroline Spillmann. Der auch «Mister Weihnachtbeleuchtung» genannte Reinmann will sich weiterhin für sein Hauptanliegen, die neue Weihnachtbeleuchtung, einsetzen, «und so weibelt er für Sponsoren, damit auch die Juden- und die St. Urbangasse beleuchtet werden», hielt Präsident Rölli fest. Mit einem launigen Speak verabschiedete sich Willy Reinmann von den Mitgliedern.

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