Solothurn
Ältere Generation findet Geschmack an der Seniorenmesse

Im Landhaus in Solothurn wurde zum vierten Mal die Seniorenmesse durchgeführt. Über 80 Aussteller zeigten Agebote für die Seniorinnen und Senioren. Und moderiert von Dani Fohrler, diskutierten Besucher in der für Senioren aktuelle Themen.

Marlene Sedlacek
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An der Messe wurde einiges geboten
12 Bilder
 Rodolphe Dewarrat vom Verein 9-99 möchte mit seinem Angebot, einer App für einen einfachen Internetzugang, den digitalen Graben zwischen den Generationen etwas zuschütten. Er konnte an der Messe viele Kontakte knüpfen.
Samariter stellen ihr Sortiment vor
Seniorenmesse 55+ im Solothurner Landhaus
David Aegerter, Organisator der Seniorenmesse Er schätzt es, dass an der Messe jeweils gute Gespräche zwischen Anbietern und Kunden zustande kommen. Bei der Auswahl der Aussteller legte er Wert auf regionale Anbieter. Er freut sich über die vielen Besucher.
Er hat den Hund dabei
Blick in die Säulenhalle im Landhaus Der Informationsanlass in der Säulenhalle stiess auf grosses Interesse
Dani Fohrler interviewt Claudia Hänzi, Chefin vom Amt für soziale Sicherheit
Die Runde diskutierte für Senioren aktuelle Themen.
Gespannt verfolgen sie die Diskussion

An der Messe wurde einiges geboten

Felix Gerber

Ewige Jugend wollte sie nicht versprechen, die Seniorenmesse 55+ im Landhaus in Solothurn. Die über 80 Anbieter hielten auch nicht allerhand Wässerchen, Pülverchen oder Salben bereit, um kleine und grosse Wehwehchen sofort zu kurieren.

Das Angebot zielte vielmehr darauf ab, den älteren Leuten die Bewältigung des Alltags zu erleichtern und aufzuzeigen, wie man im Alter selbstständig leben kann.

Zahlreiche Besucher und Besucherinnen schlenderten zwischen den Ständen hindurch. Gezielt steuerten einige auf einen bestimmten Stand zu. Andere schauten sich da und dort um, blieben bei einem für sie interessanten Angebot hängen und liessen sich fachmännisch beraten.

An verschiedenen Ständen konnte man sich testen lassen: Ein seltsamer Apparat mit zahlreichen kleinen Ampullen bestückt, ermöglichte es, Giftstoffe wie Schwermetalle, Quecksilber oder Amalgam im Körper aufzudecken. Mit einem Sensor wurde die Flexibilität der Wirbelsäule gemessen. Ist sie steif, schafft der regelmässige Gang in die Physiotherapie dem Defizit Abhilfe.

Ist der Gleichgewichtssinn noch in Ordnung, die Brille noch gut, taugt das Gehör noch, um einem Gespräch zu folgen? Auch auf diese Fragen erhielten interessierte Messebesucher Aufschluss. Senioren und Senioren oder noch häufiger ihre betreuenden Angehörigen, orientierten sich unverbindlich über mögliche Unterstützung bei der Pflege in Tageszentren der Region.

Elektronische Postkarte vom Enkel

Für rüstige Rentner boten Carunternehmer Reisen an. Auch der Internetzugang soll für ältere Leute kein Neuland bleiben. Eine einfach zu bedienende App ermöglicht es ihnen, von den Enkeln elektronische Postkarten aus den Ferien zu erhalten. Kunstvolle Gehstöcke mit eleganten Knäufen boten Hilfe bei unsicherem Gang. Noch mehr Sicherheit gegen das Ausrutschen auf glatten Wegen versprach ein Gleitschutz, der an fast allen Schuhen angebracht werden kann.

Rollatoren in allen Varianten konnten ausprobiert werden. Medizinische Beratung und Hilfe zu Themen wie Krebs, Lungenkrankheiten oder Rheuma gab es von verschiedenen Institutionen. Alternative Heilmethoden aus der Chinesischen Medizin fehlten nicht.

Das Interesse der Besucher war aber auch gross bei Angeboten in den Bereichen Finanzen, Versicherungen, Wohnen und Garten. Eine sauber gepflegte Bobtail-Hündin schaute dem regen Treiben unbekümmert zu. Sie wird als Therapiehündin für Menschen mit körperlichen und seelischen Leiden eingesetzt.

Sich rechtzeitig informieren

Grossen Anklang fand die Informationsveranstaltung. Die Säulenhalle war bis zum letzten Platz besetzt. Nur wenige der Anwesenden hoben die Hand, als Moderator Dani Fohrler fragte, wer unter 55 sei. «Es ist gescheit, wenn man sich im Voraus informiert», meinte er und lobte den Organisator David Aegerter, der mit dieser Messe einem breiten Publikum ermöglicht, eben solche Informationen einzuholen. Der Moderator unterhielt sich mit verschiedenen Fachkräften über Themen, wie das neue Erwachsenen-Schutzrecht, Sicherheit im Alltag, Alzheimer und Demenz, oder finanzielle Unterstützung seitens der AHV und IV.