Eigenheimmesse
Altbau-Sanierungen liegen im Trend

Die meisten Aussteller sind mit den Besucherzahlen am viertägigen Grossanlass zufrieden. Die Eigenheimmesse zieht inzwischen nicht nur Leute aus der Region an, sondern auch aus dem Bernbiet, dem Aargau und dem Seeland.

Katharina Arni-Howald
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Eigenheimmesse Solothurn
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Hansjörg Sahli

Wer noch nicht wusste, was intelligentes Wohnen heisst, ist an der neunten Eigenheimmesse bestimmt klüger geworden. Ob eine wärmedämpfende Gebäudehülle, energieeffiziente Haustechnik, erneuerbare Energien oder gar eine Wohlfühl-Oase im Haus oder im Garten – den Wünschen sind kaum Grenzen gesetzt.

Sascha Baumann aus dem solothurnischen Rickenbach und seine Frau wissen, weshalb sie an diesem regnerischen Sonntag nach Solothurn gefahren sind. «Wir haben ein älteres Haus gekauft und brauchen neue Fenster, Böden und elektrische Installationen», sagt das Ehepaar und ist bereits bei einigen Ausstellern fündig geworden.

Auch die ältere Dame, die ein Bedachungsunternehmen entdeckt hat, weiss, was sie will: «Ich möchte das obere Stockwerk ausbauen und sehe mich nach geeigneten Materialien um.» Aber auch jene, die einen Architekten suchen, eine neue Küche einbauen, Näheres über die Einbruchverhütung, die Effizienz von Reinigungsgeräten, oder die Finanzierung ihres Eigenheims erfahren wollen, finden an der Eigentumsmesse genügend Ansprechpersonen. Ein Eldorado für Wohneigentümer könnte man es auch nennen.

Bekannt über die Region hinaus

Jonas Burkhard von der Strausak Holzbau AG in Biberist kennt sich im Fachgebiet Holz aus und stellt fest, dass das Interesse an Holz in den letzten Jahren wieder gestiegen ist. Er hat sich vorgenommen, die Architekten an der Messe besser über das Naturmaterial zu informieren und ihnen zu erklären, was für Möglichkeiten Holz bieten kann. Das reicht von der Wärmedämmung bis hin zu neuen Fenstern oder einem Innenausbau, der Gemütlichkeit verspricht.

Die meisten Aussteller sind mit den bisherigen Besucherzahlen zufrieden. Auch das Ehepaar Benno und Monika Krämer, das den viertägigen Grossanlass jeweils plant und durchführt. Die Eigenheimmesse ziehe inzwischen nicht bloss Leute aus der Region an, sondern auch aus dem Bernbiet, dem Aargau und dem Seeland.

Für eine abschliessende Bilanz ist es am Sonntagmittag noch zu früh, aber eines weiss Benno Krämer bereits: «Am Donnerstag- und Freitagabend den Eintrittspreis zu halbieren, hat sich gelohnt. Wir hatten an diesen beiden Tagen bedeutend mehr Besucher als sonst.»

Was die beiden wirbligen Messeveranstalter ebenfalls freut, ist die Feststellung, dass sich die Aussteller bei der Ausgestaltung der Stände jeweils grosse Mühe geben, und der Branchenmix den Besuchern genügend Gelegenheit gibt, Vergleiche anzustellen. Für einmal ist am Sonntag auch der Regen kein Spielverderber. Statt spazieren zu gehen, haben sich viele Hausbesitzer und solche, die es werden wollen, entschieden, die Messe zu besuchen, freut man sich reihum.

Interessant ist auch zu hören, dass 80 Prozent der bestehenden Häuser vor 1990 erbaut wurden und überall Sanierungen anstehen. Altbausanierungen füllen auch die Auftragsbücher der Dick AG in Biberist. Nebst einem formschönen Waschtisch und einer einladenden Badewanne präsentiert Walter Dick als Neuheit eine spülrandlose Toilette.

Aus Altem etwas Neues machen, ist auch für die Mobilia Solothurn ein Thema. Zurzeit lägen geölte Parkettböden in warmen Tönen im Trend, sagt Tobias Gunzinger. Auf Erfolgskurs ist laut Kurt Wüthrich auch die Firma Viessmann aus Luterbach, die in Bezug auf Heiztechnik-Systeme alles anbieten kann. «Die Kombination von Öl, Gas und Solar ist gefragt», weiss der Kundenberater, der mit dem Geschäftsgang ebenfalls zufrieden ist.

Einiges tut sich auch im Gartenbereich. Wasser, Natursteine, Holzterrassen und Hochbeete sind das, wovon Gartenbesitzer heute träumen. «Wer will, kann im Garten alles haben», erzählt Markus Martig von der Flury Gartenbau AG seinen Kunden. Eine Wohlfühl-Oase nenne man das, in der zur Abwechslung auch ein Pizzaofen Platz habe. Beliebt seien diese Oasen mit pflegeleichten Steingärten.