Direktorin der Solothurner Filmtage

Als Mutter an der Spitze des Schweizer Filmschaffens: «Ohne meinen Mann wäre das nicht möglich»

Bereits zum achten Mal eröffnet Seraina Rohrer die Solothurner Filmtage.

Seraina Rohrer, Festival-Direktorin in Solothurn, eröffnet heute zum achten Mal die Solothurner Filmtage. Eine Karriere, die sie auch ihrem Mann zu verdanken hat.

Bereits zum achten Mal eröffnet Seraina Rohrer heute die Solothurner Filmtage. Ohne ihren Mann wäre ihre Karriere an der Spitze der Schweizer Filmszene nicht möglich, wie sie gegenüber «Blick» sagt. Neben einem Sohn hat die 41-jährige Mutter auch einen Doktortitel.

Schon im Gymnasium in Wetzikon ZH verliebte sie sich als 15-Jährige in Joël Fisler. Aus den beiden wurde ein Paar. Und mit 19 Jahren wurde Rohrer Mutter. «Ich wusste immer, das ich beides möchte: Kinder und einen beruflichen Weg einschlagen, der mir Freude macht.» Um das zu verwirklichen, brauche es einen Partner, der das mitträgt. Ihr Mann Joël Fisler unterbrach sein Studium, damit Rohrer die Matur machen konnte. Auch später war für die beiden immer klar, dass sie die Familienarbeit teilen.

Liebe zum Kino

Als junge Mutter erlebte und erreichte Rohrer viel, dass zeigt Rohrers Biografie. Die Festival-Direktorin lebte und studierte in Mexiko und den USA, wo sie später auch doktorierte. Neben Filmwissenschaften studierte sie Informatik – eine Leidenschaft, die sie mit ihrem Mann teilt, der als Klimatologe bei Meteo Schweiz arbeitet. Die Liebe zum Film erwachte bei Rohrer in der Jugend. «Als Kind gab es für mich kein Fernsehen. Meine Eltern behaupteten, dass wir keinen hätten», erinnert sich Rohrer. Erst später entdeckte sie, dass doch einer im Schrank versteckt war. Früh verfiel sie deshalb dem Kino. «Zum Glück ist mein Mann auch cinephil, sonst würde er es nicht aushalten mit mir», sagt Rohrer gegenüber «Blick» grinsend.

Mehr Platz für Frauen

Seit sie vor acht Jahren nach Solothurn berufen wurde, hat sich das Festival verjüngt und räumt weiblichen Filmschaffenden mehr Platz ein. Rohrer freut sich auf die Eröffnung: «Es ist der Höhepunkt, auf den wir monatelang hinarbeiten.» (tom)

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