Schwinghalle
Alles ist da – Sägemehl inklusive

Der Schwingklub Solothurn und Umgebung bezieht seine neue Schwinghalle im Mittleren Brühl.

Wolfgang Wagmann
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Die Regiobank-Schwingerhalle und der städtische Garderobentrakt von aussen
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Der Garderobentrakt für die Fussballvereine im Mittleren Brühl.
Das Vereinslogo darf nicht fehlen
Eine Garderobe
Projektleiter Thomas Zindel und Hallenchf Lorenz Blattter freuen sich über das Erreichte
Hier im Säemehl wird trainiert
Der Traingsraum im Obergeschoss wartet auf die Aperogäste
Die neue Schwingerhalle in Solothurn ist fertig
Das Projektteam ist an der Halenwand verewigt.

Die Regiobank-Schwingerhalle und der städtische Garderobentrakt von aussen

Wolfgang Wagmann

Nun ist auch der Schwingklub Solothurn und Umgebung in seiner Regiobank-Schwingerhalle im Mittleren Brühl angekommen. Bereits vor gut drei Wochen hatten die Fussballvereine SC Blustavia, F.K. Bratstvo, HNK Croatia, FC Iliria, FC Post, CIS Solettese und der Türkische SC Solothurn ihre neuen Garderobenräume in der Südhälfte des neuen, schmucken Blockbaus beziehen können. Wie aber kamen die Sägemehl-Athleten ins bisher alleinige Reich des runden Leders? «Im November 2014 gründeten wir eine Projetgruppe mit dem Ziel, einen neuen Trainingsraum zu beschaffen», blickt Thomas Zindel auf die Anfänge zurück. Der ehemalige Kranzschwinger leitete in der Folge das achtköpfige Projektteam des Schwingklubs, der die bis anhin schlechten Bedingungen für den Verein hinter sich lassen wollte. «Der Kellerraum unter der Reithalle war jeweils während den Schulferien geschlossen. Es gab kein Tageslicht und die Luft war muffig», beschreibt Zindel die Zustände im vormaligen Trainingslokal.

Glücksfall im Mittleren Brühl

Zu Hilfe kamen den Schwingern Pläne der Stadt. Geplant war ein neuer Garderobentrakt für die Fussballvereine im Mittleren Brühl mit Kosten von 2,37 Mio. Franken. Nur eingeschossig, mit einer Raumreserve in einem künftigen Obergeschoss. Nebenan sollte die stadteigene Baracke mit dem Clubbeizli des CIS Solettese abgerissen werden. Nach etlichen Diskussionen wurden die Pläne geändert. Die Baracke blieb, der Neubau wurde zweigeschossig ausgeführt, und der Schwingklub übernahm die für 500 000 Franken von der Stadt erstellte nördliche Rohbauhälfte als Mieter mit einer Vertragsdauer von 20 Jahren. «Wir richteten diese dann für insgesamt 400 000 Franken Eigenleistungen ein», verweist Zindel auf eine lange Sponsorenreihe, angeführt von Schenker Storen, der Regiobank Solothurn, der Garage Galliker und der AEK.

Platz für fünf Duelle

Das Ganze hat mehr gekostet als ursprünglich vorgesehen – doch es kann sich sehen lassen. «Der Schwingraum erlaubt bequem das Training für vier Schwinger-Paare, wenn man ein bisschen zusammenrückt sogar für fünf», freut sich der Aktivschwinger und Hallenchef Lorenz Blatter über die künftigen Trainingsmöglichkeiten für die 15 Aktiv- und 30 Jungschwinger des insgesamt 200 Mitglieder umfassenden Vereins. Ein besonderes Bijou der ist reich ausgestattete Kraftraum im Obergeschoss, wo auch individuell an den Geräten die Fitness verbessert und erhalten werden kann. «Ansonsten trainieren wir wie bis anhin vorläufig zweimal pro Woche. Aber es ist davon auszugehen, dass wir mit den neuen Möglichkeiten auch den Trainingsbetrieb ausbauen werden», glaubt der Hallenchef. Jedenfalls – und da sind sich Blatter wie Zindel einig, soll der Schwingklub Solothurn und Umgebung weiterhin «für regionale, aber auch nationale Schlagzeilen sorgen.»

Fluri: Lokal ist besser gelegen

Auch Stadtpräsident Kurt Fluri gab sich an der Eröffnung vor 200 Gästen, darunter auch Schwingerobmann Paul Vogel, überzeugt, dass das neue Lokal verschiedene Vorteile aufweise und auch besser gelegen sei. Die Masse des Neubaus präzisierte Fluri mit 714 Quadratmetern oder 2500 Kubikmetern für den Fussball-Garderobentrakt sowie 480 Quadratmetern und 1800 Kubikmetern für die Schwingerhalle. Verbaut wurden weiter 330 Kubikmeter Holz und 6 Tonnen Fassadenblech.

Tag der offenen Tür: Heute von 11 bis 15 Uhr mit Schnupperschwingen für Kinder ab vier Jahren und sonstigen Attraktionen.