Die Nachwehen der zurückliegenden Fasnacht dürften auch bei denjenigen ausgestanden sein, die nach den honolulesischen auch noch die entsprechenden Festlichkeiten in Nachbarkantonen voll ausgeschöpft haben. Das war für ihr Wohlbefinden (abgeklungenes Kopfweh und dergleichen) günstig, denn plötzlich stellte sich die Frage nach den …

Nachwehen vom letzten Spätherbst? Diese wurde durch die allseits beliebten Laubbläser aufgeworfen, die aber diesmal dem Zusammenblasen von Restkonfettis in unseren Gassen dienten. Die Mannen vom Werkhof haben sich alle Mühe gegeben, und die war auch nötig, denn feuchte «Räppli», wie der Basler sagen täte, haften gerne fest am Boden, fast wie festgeleimt. Aber ein gewisser Erfolg war doch auszumachen. Vielen Dank!

Und trotzdem 2 Fasnachtsnachwehen? Ja, wie jedes Jahr jeweils für das ganze folgende Jahr bis zur nächsten Campagne (rheinländischer Ausdruck für Fasnachterei): Die Konfetti, die wir riefen respektive warfen, werden wir, das heisst vorab die geplagten Hausfrauen, nicht mehr los. Immer wieder tauchen welche auf. Da können sich besagte Männer vom Werkhof outdoor noch so viel Mühe geben - trotzdem vielen Dank für Euren Einsatz! Einige der farbigen Papierchen verstecken sich auch indoor ganz gut, um dann nach und nach aufzutauchen - immer dann wenn man meint, das wirklich letzte vernichtet zu haben.

Nachwehen zu bekämpfen hatten auch etliche Altstadtbewohner, die wegen ihrer Wohnstätte an der Fasnacht teilnehmen, ob sie wollen oder nicht; sie sind also eigentliche Zwangsfasnächtler. Und die wurden von Lärm auch dieses Jahr wieder und vermehrt von Lärm geplagt. Und die Chessleten? Halten dem einige entgegen. Die Chessleten hat sich noch nie via Musik definiert, sondern ausdrücklich via Lärm. Wie sich aber gewisse Gruppen via Lärm als Musik definieren wollen? Die von Wilhelm Busch schön formulierte Einsicht feiert fröhlich Urständ: «Musik wird störend oft empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden.»

Nachwehen von Burglind: Gemütlich Bummelnde entdecken plötzlich neue Aus- und Durchblicke. Denn da und dort sind Bäume gefallen. Den Baumbesitzer ärgert es, der Bummler geniesst. Aber halt: Irgendetwas stört unterschwellig den Bummler in seiner Betrachtung. Der eine oder andere Baum hat doch schon länger da gelegen und ich habe ihn nur nicht (mehr) wahrgenommen? Beim genaueren Hinsehen findet er seinen Verdacht durch den Zustand des Holzes, dessen Bewuchs und Belebtheit bestätigt. Merke: Es ist nicht alles Burglind, was liegt, und etwas bewusster bummeln ist der Wahrnehmung generell förderlich.