Solothurn
Alle 30 Minuten kauft in der Drogerie am Bahnhof jemand eine FFP2-Maske – Geschäftsführerin versteht ihre Kunden

Weil in Deutschland und Österreich mittlerweile die «normalen» Masken nicht mehr reichen, sind in der Schweiz viele Menschen verunsichert. Das bekommt auch die Geschäftsführerin der Drogerie am Solothurner Hauptbahnhof Andrea Lüthi zu spüren.

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Als der Regionalfernsehsender Tele M1 gerade einen Teil seines Beitrags dreht, füllt Andrea Lüthi die Regale der FFP2-Masken auf. Die sind aktuell sehr gefragt. Alle 30 Minuten kauft sich jemand in der Drogerie am Bahnhof Solothurn eine solche. Die Geschäftsführerin kann dies verstehen und sagt: «Ein Unterschied zur normalen Maske ist sicher, dass bei dieser Variante der Eigenschutz grösser ist.» Man schütze nicht nur die Leute um sich herum, sondern vor allem auch sich selbst.

Auch im Kanton Aargau spüren die Apothekerinnen und Apotheker, dass die FFP2-Masken nun gefragter sind. Daniel Aebi von der Husmatt-Apotheke in Baden sagt im selben Beitrag, dass er keine solche Masken mehr übrig habe. Er spüre, dass die Kunden verunsichert seien, stellt aber klar: «Die normalen Masken für den normalen Bürger reichen völlig».

Teurere FFP2-Masken werden teils zu lange getragen

Einen Run wie in der Husmatt-Apotheke hat Martina Sigg in ihrer Apotheke in Schinznach Dorf, ebenfalls im Aargau, nicht festgestellt. Aber: Auch bei ihr sind die FFP2-Masken gefragter als auch schon. Engpässe gibt es nicht, auch wenn sie schwieriger nachzubestellen sind. Hamstern müsse man aber nicht und noch wichtiger sei, sich vor dem Kauf einer FFP2-Maske beraten zu lassen. Denn die FFP2-Masken seien nicht für jedermann oder jedefrau geeignet, erklärt die Apothekerin: «Diese Masken sind schwieriger zu tragen, weil man weniger gut atmen kann damit. Gerade, wenn man sich noch bewegt, merkt man das schnell.»

Weil die FFP2-Masken teurer sind (3-4 Franken) als die herkömmlichen, bestünde die Gefahr, dass man sie zu lange trägt. Das sei zu verhindern, heisst es aus den Apotheken. Dann kaufe man sich lieber «normale» Masken und wechsle diese dafür immer wieder. (cri)