Ende Oktober werden die Kommissionsmitglieder vereidigt, im November findet im Beisein von Kurt Fluri die konstituierende Sitzung statt, an der auch der Kommissionspräsident gewählt werden wird. Opposition könnte es vor allem von Seiten der SP geben, die bisher mit Corinne Widmer die Vizepräsidentin gestellt hatte. Und die seinerzeit eine Motion zur Schaffung professionellerer Strukturen in Form einer Sportfachstelle eingereicht hatte.

Die Motion war im Oktober 2012 vom Gemeinderat als rechtswidrig eingestuft worden, weil über eine Motion an der Gemeindeversammlung keine Stellen geschaffen werden dürfen. Die Kommission hatte ursprünglich selbst eine Sportfachstelle zu 40 Prozent gefordert.

Vor drei Wochen nun hatte die SP irritiert reagiert, als Rudolf von Rohr trotz eigentlich angekündigtem Rücktritt nochmals eine Amtsperiode als Präsident erwogen hatte - und dies jetzt auch bestätigt. Der Stadtpräsident solle die Hintergründe zum Rücktritt vom Rücktritt aufzeigen, forderte damals die SP.

Warum er weitermachen will

Alexander Rudolf von Rohr macht auch keinen Hehl daraus, dass er wegen des Themas «Sportfachstelle» weiterhin den Präsidenten der Sportkommission geben soll. Denn angesichts des herrschenden Spardrucks rechnet er in nächster Zeit nicht mit der Schaffung einer Sportfachstelle.

Der mit den Sportvereinen eng vernetzte Kommissionspräsident nennt jedoch noch einen zweiten Grund, weshalb er weitermachen will: «In den nächsten vier Jahren wird auch im Hermesbühlschulhaus eine neue Doppelturnhalle gebaut. Da müssen wir für ein gutes Dutzend Vereine, die dort trainieren, Alternativen suchen.» Und solche Übungen habe er in seiner Amtszeit schon zweimal mitgemacht.

Dass seine Verlängerung der Amtszeit - sofern sie zustande kommt - nicht überall goutiert werden dürfte, nimmt Rudolf von Rohr sportlich. «Ich bin weiterhin motiviert, die Sportkommission zu führen», ist eine Aussage zum Thema. Die andere: Viele Anfeindungen habe es gegen ihn aus reiner Vereinsoptik gegeben, «und da habe ich inzwischen einen breiten Rücken.»

Zudem sei die Zusammenarbeit mit Stadtpräsident Kurt Fluri «hervorragend. Und ich bin auch nicht einer einer, der jede Woche zur Verwaltung rennt.»

Aus der Optik von Alexander Rudolf von Rohr mache es zudem keinen Sinn, dass die Sportkommission auf ständige Opposition zur Verwaltung mache. «Denn schliesslich sind wir von dieser abhängig.»