Solothurn

Adventsflair und Hüttenambiente im Wunderland – Zur «Gaudi» führen alle Wege

Am Freitag öffnete auf dem Dornacherplatz in Solothurn das Winter-Wunderland seine Pforten für Gross und Klein.

Als man das letzte Mal auf dem Dornacherplatz auf die «Schlöf» konnte, waren viele der kleinen Eiskunstläufer, die am Freitag zur untergehenden Sonne die Schlittschuhe an die Füsse schnürten, noch gar nicht auf der Welt. Doch ab sofort – und während des ganzen laufenden Dezembers – flitzen oder purzeln die mehr oder minder geübten «Schlöfler» wieder um die Wette. «Die ‹Schlöf› ist eine Hauptattraktion, die vor allem auch die Kids anspricht», sagt Mitorganisator Jumbo Monopoli.

Auch eine Grossmutter schaut ihren Enkelkindern auf dem Eis zu: «Die haben den Plausch», sagt sie. Den Plausch haben auch alle anderen, die mit dem angebrochenen Wochenende nach und nach ins Winter-Wunderland eintreten, eines, das nicht nur eine Schlittschuhbahn enthält. Der Wegweiser schafft Orientierung: Zur «Gaudi» führen alle Wege – denn die ist überall. Zum Beispiel bei den zwei Chalets, dem Doppelstöcker «Wilder Bock» und dem «Hüttensepp», die den Platz zieren, inwendig dekoriert mit Edelweiss und «Tannenchriis», ausgestattet mit Tierfellen auf den Stühlen und Tiergeweihen an der Wand und – der klirrenden Kälte trotzend – vorgeheizt.

Winter-Wunderland in der Solothurner Vorstadt ist bereit

Winter-Wunderland in der Solothurner Vorstadt ist bereit

Väterchen Frost heisst willkommen

Après-Ski-Atmosphäre vermitteln auch der Festhütten-Schlager, der draussen aus den Lautsprechern über den Dornacherplatz schallt, und der rauchige Chemineegeruch, der in der Luft liegt. Dort draussen grüsst Väterchen Frost auf Stelzen die ankommenden Gäste und posiert für ein Handyfoto. «Ich bin nur zur Eröffnung hier», tönts von oben. «Doch das Winter-Wunderland hält viele weitere Attraktionen bereit.» Die ersten neugierigen Besucher läuten derweil das Wochenende mit einem Glühwein oder Bierchen ein. Feuerschalen, Tannenbäume und Schnee – nein, kein Kunstschnee – zieren ebenso das Winter-Wunderland.

Bis zum letzten Moment hatten das Beachstyle-Team und ihre Helfer darauf hingearbeitet, das Winter-Wunderland nach dem Vorbild der grossen Schwester aus London, dem «Winter-Wonderland» im Hyde Park, aus der Taufe zu heben. Natürlich nicht in dieser Grösse, wohlgemerkt, aber mit ebenso viel Breitentauglichkeit, mit Licht und dicht bepackt. Die letzten Tage haben die Winterfestigkeit der Organisatoren bei garstig feucht-kaltem Wetter herausgefordert. Jumbo Monopoli blickt auf seine durchnässten Schuhe.

Doch über den Elan und die Vorfreude der Macher besteht kein Zweifel: «Jeder wusste, was er zu tun hat», erinnert sich Pippo Palermo. «Und so ist bis zur Eröffnung alles aufgegangen», ergänzt Monopoli zufrieden und blickt aufs vorabendlich beleuchtete Wunderland. Die Gäste, die mit zunehmender Kälte an den Feuerschalen oder der Bar zusammenrücken, geben dem Projekt-Team gute Noten. «Gelobt wurde vor allem die Liebe zum Detail.» Ein Prädikat passt aber laut Rückmeldungen von Gross und Klein besonders zum Anlass, der nun einen Monat lang die Vorstadt bespasst: «cool!»

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