Musikschule
«Adieu» nach 40 Jahren: Letzte Adventsfeier von Doris Däster

Während 40 Jahren hat Klavierlehrerin Doris Däster mit ihren Schülern im Schulhaus Hermesbühl eine stimmungsvolle Adventsfeier gestaltet. Die diesjährige war die letzte. Die Aula war zum festlichen Anlass prall gefüllt.

Katharina Arni-Howald
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Die Aula war prall gefüllt.
24 Bilder
Die Mehrheit der Stücke wurde vierhändig aufgeführt.
Letzte Advent-Aufführung von Doris Däster Hermesbühlschulhaus
Schülerinnen spielen ein vierhändiges Stück.
Schülerinnen spielen ein vierhändiges Stück.
Klavierschüler greifen in die Tasten.
Volle Konzentration beim Vortrag.
Ein Klavierschüler am Flügel.
Die Kinder lauschen der Aufführung.
Volle Konzentration beim Vorspielen.
Klavierschüler bei einem Stück für vier Hände.
Beim Stück für vier Hände ist volle Konzentration gefragt.
Volle Konzentration beim Vorspielen.
Ein vierhändiges Stück.
Ein vierhändiges Stück.
Stück für vier Hände.
Ein vierhändiges Stück.
Ein Stück für vier Hände.
Ein vierhändiges Stück wird aufgeführt.
Auch die Bläserinnen und Bläser hatten ihren Auftritt.
Das Blasorchester bei seinem Auftritt.
Das Blasorchester.
Schlussapplaus.
Zum Abschied werden Blumensträusse verteilt.

Die Aula war prall gefüllt.

Hansjörg Sahli

Irgendwie hing es in der Luft. Die Aula im Hermesbühlschulhaus war noch nie so prall gefüllt wie in diesem Jahr. Eltern, aber auch erstaunlich viele Freunde waren gekommen, um sich musikalisch in den Advent einstimmen zu lassen. Viele von ihnen wussten, dass Doris Däster von der städtischen Musikschule nicht nur eine hervorragende Klavierlehrerin ist, sondern auch eine begnadete Erzählerin. Nur wenige ahnten aber, dass mit dieser Feier eine Tradition zu Ende geht, die im Musikschuljahr jeweils einen besonderen Farbtupfer setzte.

Feierliche Stimmung

Irgendwie war die Stimmung in diesem Jahr noch ein bisschen feierlicher, die Notenblätter der zehn Bläserinnen und Bläser von Ueli Steffen ein bisschen bunter. Sogar das Kerzenlicht war intensiver. Nur die Schülerinnen und Schüler waren aufgeregt wie eh und je. Zum Zeichen, dass dem so ist, streckte ein angehender Pianist im Korridor zehn flatternde Finger in die Höhe. Auf der Bühne winkten Ina und Helen ihren Eltern zu, als diese den Saal betraten. Wie sich bald herausstellte, war dieser Morgen für sie eine besondere Sternstunde. Nur gerade zehn Klavierstunden hatten die talentierten Zweitklässler hinter sich gebracht und schon standen sie im Rampenlicht.

Hohe Anforderungen an sich selbst

Wie immer griffen meist vier Hände gleichzeitig in die Tasten und ruhten, wenn Doris Däster ihre Weihnachtsgeschichte - zu der sie mit Leidenschaft das Drehbuch schrieb - fortsetzte und ihr langjähriger Partner Kurt Wälchli die entsprechenden Bilder auf die Leinwand projizierte. «An diesem Tag war für mich immer Weihnachten», sagt Doris Däster, die grosse Massstäbe an sich selbst und ihre Schüler setzt. Die ersten Adventsfeiern gestaltete sie in einem Nebenzimmer des Schulhauses und lud dazu nicht nur die Angehörigen der Kinder, sondern auch die Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Sonderschule ein. Freude bereiten und sich selber zurückstellen. Danach hat Doris Däster bei ihren Vorbereitungen auf den grossen Tag stets getrachtet. Nun hat sie ihrem Publikum Adieu gesagt.