Solothurn
Absoluter Höhepunkt des Gusto Festivals war das argentinische Grillfest

Das 1. Gusto Festival mit argentinischer Küche ist vorbei. Sowohl Schweizer, als auch die argentinischen Köche genossen den Austausch. Spitzenkoch Andy Zaugg denkt schon an eine nächste Auflage in Solothurn.

Wolfgang Wagmann
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Argentinien ist bekannt für sein Grillfest, das Asado
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Diego Gualtieri frönt dem Asado
1. Gusto Festival in Solothurn
Lammbraten vom Spiess
Auch Andy Zaugg hat alle Hände voll zu tun
Argenitinische Spitzenköche bestaunen auf dem Märet Federnkohl
Dario Gualtieri beim Fachsimpeln auf dem Märet

Argentinien ist bekannt für sein Grillfest, das Asado

Daniel Wagmann

Der Besuch aus Argentinien ist wieder in seine Heimat zurückgekehrt, bei den Solothurner Gastgebern bleiben nur positive Erinnerungen an das Gusto Festival, das vier Tage lang in Top-Restaurants, aber auch im Uferbau, im Stadttheater und sogar in der im Umbau befindlichen «Krone» zelebriert wurde. «Es war grossartig, wir haben die Verbindung mit Argentinien gespürt», schwärmt Mitorganisator Andy Zaugg, der das Festival in seinem – natürlich ausgebuchten – Restaurant zum Alten Stephan eröffnen durfte.

Angeführt von Südamerikas «Kochpäpstin» Dolli Irigoyen hatten ihre Kollegen aus der gleichen Koch-Liga, Diego Gera, Martin Molteni und Dario Gualtieri auch im «Salzhaus» und im «Roten» Turm mit ihren Schweizer Kollegen ein kulinarisches Feuerwerk entfacht. «Wir haben auch von ihnen profitiert und gelernt», räumt Zaugg ein, den besonders eine auf den Knochen geschnürte Rinderbrust imponiert hat – «das werden wir künftig auch so machen.»

Absoluter Höhepunkt sei aber am Sonntag das argentinische Grillfest, ein «Asado», gewesen, das unter der Leitung von Urban Schiess gestanden hatte. Besonderer Leckerbissen neben einem ganz gegrillten Lamm: die «Morcilla», Blutwurst vom Grill. «Da hätten einige gerne noch eine mehr gegessen», weiss Zaugg. Aber auch der südamerikanische Besuch nutzte die Chance zur Weiterbildung: Auf dem Wochenmarkt entdeckte man die eine oder andere Schweizer Gemüsespezialität, die in Argentinien unbekannt ist.

Live-Cooking im Konzertsaal?

Kennenlernen durfte das Quartett aber auch Fondue und Meringue im Emmental, während Andy Zaugg wiederum über ein speziell verarbeitetes Korn, das dadurch glutenfreie Amarant, schwärmte. Er hofft, dass ein Gegenbesuch in gut einem Jahr zustande kommt, denn «in Südamerika war ich noch nie, lediglich in Mexiko». Doch verfüge er über genug Kontakte aus seinen beruflichen Aufenthalten in Strassburg, Paris, Los Angeles und New York, aber auch Südafrika, um interessante Gäste für eine Neuauflage des Gusto Festivals zu gewinnen.

Auch, weil er zusätzlich über das europäische Netzwerk der «Jeunes Restaurateurs» verfügt. «Da Ganze lässt sich fast beliebig erweitern», ist Zaugg überzeugt. Und fragt: «Warum verbinden wir nicht das Ganze mit Live-Cooking auf der Konzertsaalbühne?» In der Manöverkritik der jetzigen Auflage hat er lediglich das Turmrestaurant im «Roten Turm» mit seinen bloss 36 Plätzen als etwas zu klein befunden.

«Und kulturell könnten wir noch mehr machen», sieht der Restaurantbesitzer auch in dieser Sparte noch Potenzial nach oben. Dies trotz der beiden eindrücklichen Tango-Shows in der «Krone» und im «Solheure». Und ohnehin ein ganz grosses Lob holt sich bei Andy Zaugg der Auftritt von Pedro Lenz ab. Dieser hatte äusserst anschaulich und prägnant ein Schweizer Auswandererschicksal in Argentinien auf die Bühne des Stadttheaters gebracht.

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