Biberist

Absichtlicher Terror von Tierfanatikern?

Diesmal wurde ein Hochsitz im Jagdrevier 17 zerstört.

Zerstörter Hochsitz

Diesmal wurde ein Hochsitz im Jagdrevier 17 zerstört.

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen wurde in Biberist eine Anlage, die den Jägern dient, zerstört. Die Jäger sehen sich zunehmend als Sündenböcke falsch verstandener Tierliebe.

Im Revier 17 wurde ein Hochsitz zerstört. Schon Mitte September wurden die Jäger im Wasseramt Opfer von Vandalismus. Damals wurde die Signatur «ALF», die Abkürzung für die «Animal Liberation Front», hinterlassen.

Der Hochsitz, der jetzt zerstört wurde, diente der Bejagung und wurde erst im letzten Jahr erstellt, wie Hans Iseli, der Jagdleiter des Reviers 17, erklärt. Nachdem in gewissen Waldgebieten der Bürgergemeinde Solothurn die Verbissschäden ein untragbares Ausmass erreicht hatten, wurden neue Wege zur Bejagung des Rehwildes eingeschlagen. Unter Einbezug der kantonalen Jagdverwaltung und der örtlichen Jagdgesellschaft, hat sich die Bürgergemeinde Solothurn bereit erklärt, ein Prozent ihrer Waldfläche als Äsungsfläche und Ablenkungsnahrung für das Rehwild zur Verfügung zu stellen. Dies sollte den Jägern die Regulierung des Wildbestandes erleichtern, welcher durch Änderungen im Waldbau und dem zunehmenden Zivilisationsdruck, stark erschwert werde.

Nun wurde eine für eben diese Bejagung gedachte Einrichtung zerstört. Nicht nur der materielle Schaden sei beträchtlich. Die Jäger würden sich zunehmend als Sündenböcke falsch verstandener Tierliebe sehen, erklärt Iseli weiter. Er betont, dass das Engagement der Jäger für Wild, Natur und Gesellschaft immens sei und der Groll der Jäger auf die Chaoten, die jetzt den Hochsitz zerstört haben, sei deshalb verständlich. (rm/mgt)

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