Solothurn
Abklärungen zum Stadtmist dauern nochmals länger

Die Abklärungen zur Sanierung des Solothurner Stadtmistes verzögern sich erneut um mehrere Monate. Grund dafür ist eine weitere Variante, die durchdacht werden muss.

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Stadtmist Solothurn
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Rund 50 Jahre lag der Ghüder»unter dem Boden, jetzt wird er untersucht.
Die rund drei Meter tiefe Grube fördert Grausiges zutage.
Der Humus über der Deponie wird separat aufgeschüttet.
Hier soll die Wasserstadt-Aareschalufe entstehen.
Fachleute kümmern sich um den Stadtmist.

Stadtmist Solothurn

Wolfgang Wagmann

«Mit einem Entscheid über die Sanierungsmassnahmen kann frühestens Anfang Juli gerechnet werden», hat der Kanton am Montag mitgeteilt. Im vergangenen Oktober ging man beim Solothurner Amt für Umwelt noch von einem Entscheid Ende Januar aus. «Wir haben gesehen, dass beim Oberen Einschlag noch eine zusätzliche Variante studiert werden muss», begründet Projektleiter Markus Spring vom Amt für Verkehr und Tiefbau die weiteren Verzögerungen.

Der Solothurner Stadtmist besteht aus drei Teildeponien, dem Oberen Einschlag, dem Unterhof und dem Spitelfeld. Klar ist, dass saniert werden muss – allerdings nicht wie. Seit Ende Dezember liegen nun die Expertenberichte vor. Diese haben für jeden der drei Teilbereiche die möglichen Sanierungsvarianten evaluiert. Zu deren Inhalt gibt es derzeit aber noch keine Informationen.

Grundsätzlich reichen die Möglichkeiten von der Oberflächenabdichtung des betroffenen Gebietes bis zur Komplettsanierung. Letzterer Fall wäre die Variante, bei der das Wohnprojekt Wasserstadt die grössten Realisierungschancen hätte. In den kommenden Monaten prüft nun das Solothurner Amt für Umwelt die Expertenberichte. Danach gehen diese weiter zum Bundesamt für Umwelt, das sich ebenfalls noch dazu äussern wird. (lfh)