Vor fünf Jahren hatte die Institution beschlossen, auf einer nördlich des Bürgerspitals liegenden Wiese zu bauen. Doch leider musste auf das im Wettbewerb ausgezeichnete Projekt verzichtet werden, weil sich die kantonale Sonderschulplanung deutlich verändert hatte.

Seit geraumer Zeit liegt nun aber die Zusicherung des Kantons vor, dass der jetzige Standort des Zentrums für körper- und sinnesbehinderte Kinder (ZKSK) hinter dem Bürgerspital zumindest auf zwei Jahrzehnte beibehalten werden kann. Um der zunehmenden Raumnot zu begegnen, hat sich der von Walter Bänninger präsidierte Stiftungsrat für einen Anbau ans bestehende Gebäude entschieden.

Rund sechs Millionen Franken, zu zwei Dritteln aus eigenen Mitteln finanziert, wird die Stiftung aufwenden, um sich auf den zunehmend grösseren Schulbetrieb mit 68 Heranwachsenden und 28 Kindern in Integrationszusammenarbeit mit öffentlichen Schulen einzustellen.

ZKSK-Geschäftsleiterin Christine Bigolin und Rudolf Bieri, Verwaltungsratspräsident der ZKSK AG, zeigten sich zufrieden über die Zusammenarbeit mit dem kantonalen Hochbauamt und die schnellen Abläufe im laufenden Genehmigungsverfahren.

Auf dem Gelände südwestlich der Schule stehen bereits die Bauprofile für den in vorfabrizierter Holzelementbauweise mit Bodenplatte geplanten einstöckigen Pavillon mit einer Fläche von gesamthaft rund 1'500 Quadratmeter. Wie die beiden Architekten vom Berner Büro W2H, Tanja Schindler und Adrian Habegger, in Gegenwart von ZKSK-Mitarbeitenden mitteilten, sei mit der Inbetriebnahme des Ergänzungsbaus fürs Schuljahr im Sommer 2017 zu rechnen.

Mit Photovoltaik-Anlage

Das Raumprogramm umfasst Schul- und Spielräume für die sonderpädagogische Basisstufe, sechs Therapiezimmer und Warteräume, einen grossen Bereich für Mittagstisch und Gruppenzusammenkünfte sowie notwendige Verbindungsflure, Material- und Nebenräume. Umbaut wird ein die Belichtung begünstigender Innenhof.

Für Besuchende demnächst neu ist der nach links verschobene Haupteingang der Schule, deren Altbau später renoviert werden soll. Bieri informierte weiter, dass auf dem Neubau für rund 250'000 Franken eine Photovoltaik-Anlage installiert wird, die den Energiebedarf der Institution zu 60 Prozent decken soll. Gemäss Bigolin erwartete die ab September beginnende Bauphase, dass der Schulcontainer entfernt wird und die bisher westlich angeordneten Therapieräume in den ersten Stock verlegt werden.