Solothrun
Ab März gibt's Glanz, Glitter und Glamour im «Kulturm»

Ab Mitte März startet hinter dicken Mauern wieder ein ansprechendes Kleinkunst- und Singer-Songwriter-Programm.

Andreas Kaufmann
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Glanz, Glitzer, Glamour und ein Hauch Erotik mit Maizie Bloom.

Glanz, Glitzer, Glamour und ein Hauch Erotik mit Maizie Bloom.

Nach einem fasnächtlich durchgeschüttelten Haus mit «Bloosoball» und «Schnibamu» sind im «Kulturm» die Konfetti schon wieder beiseitegeschafft. Nun bereiten sich die rund 30 ehrenamtlichen Helfer hinter dicken Mauern auf den regulären Saisonstart Mitte März vor, der es in sich hat, wie Yoyo Cotting vom «Kulturm»-Team verrät.

Wieder wurden in den Bereichen Kleinkunst, Loungeanlässen und «Kuppelsaal»-Konzerten ansprechende Päckli fürs Publikum geschnürt. Bei den Loungekonzerten machen am 15. März «Los Hermanos Perdidos» aus Biel den Anfang und zeigen, was bei einer Kreuzung von Berner Klangkultur und World Music herauskommt. Lukas Allemann und Valerio Moser setzen den Reigen am 5. April mit Saiten- und Wortkunst fort.

Am 3. Mai spielt die Band «Naturtrüeb» aus der Region für die Region bekömmlichen Mundart-Rock. Bei den regulären Konzerten macht am 7. April Singer-Songwriterin Ira May den Start und verzaubert ihr Publikum mit Balladeskem, mit ganz viel Soul – ebenso aber mit Reggae und Funk. Unter dem Singer-Songwriter-Stern steht auch der Abend des 4. Mais: drei Einzelkünstler, darunter einer aus Solothurn, gilt es an diesem Abend zu entdecken. Mit dieser «Singer-Songwriter Night» wird eine erfolgreiche Anlassreihe, die Anklang gefunden habe, fortgesetzt.

Urkomischer Frontalunterricht

Mit einer Neuheit startet der «Kulturm» sein Kleinkunst-Programm. Unter dem Titel «Burlesque» wird am 16. März eine neue Anlassreihe eingeleitet. Maizie Bloom wird unter musikalischer Begleitung von Pink Pedrazzi einen Abend «im Stil des US-amerikanischem Unterhaltungstheaters mit Glanz, Glitzer, Glamour und einem Hauch Erotik» bieten, wie Cotting verrät.

Tags darauf bieten Patti Basler und Philippe Kuhn kabarettistischen «Frontalunterricht», wie das erste abendfüllende Programm des Duos heisst. Am 6. April zu Gast ist Christoph Simon mit seinem ebenfalls kabarettistischen Programm «Zweite Chance», einer urkomischen Liebes- und Kapitulationserklärung an den Alltag. Den Kleinkunst-Reigen beschliessen am 5. Mai die beiden Klang-Künstler Michel Gsell und Gerhard Tschan, alias «Schertenlaib & Jegerlehner». Mit dem Programm «Zunder» bescheren sie einen musikalisch-kabarettistischen Abend.

Ehrenamtliche Energien

Es braucht mehrere günstige Faktoren, damit ein Betrieb wie der «Kulturm» aufrechterhalten werden kann. «Es sieht bei uns wohl aus wie in jedem Kulturbetrieb», sagt Cotting. «Ohne Sponsoren und Gönner wären wir aufgeschmissen.» Hinzu kommen die ehrenamtlichen Kräfte vor und hinter der Kulisse, an der Bar, ebenso wie in der Administration oder der Technik: «Das Team ist motiviert, immer wieder ein tolles Programm zusammenzustellen. Aber auch neue Leute, die aktiv den ‹Kulturm› mitgestalten möchten, sind immer herzlich willkommen», ergänzt Cotting.

Grundsätzlich soll das Programmkonzept nicht in jeder Saison wechseln. «Wir wollen uns ja nicht neu erfinden, denn so wies ist, läufts – und so kennt man uns.» Dennoch darf man sich für die Herbstsaison auf einige Besonderheiten freuen: So feiert der «Kulturm»-Betrieb im Burristurm sein Zehnjähriges. Inhaltlich steht zurzeit noch nicht fest: «Genaueres wird sich erst noch ergeben», sagt Yoyo Cotting.