Stadt Solothurn
Aareschwimmen fällt nicht ins Wasser - trotz Austritt des Schwimmclub

Bei guter Witterung findet am 8. August wiederum das Wetteifern zu Wasser statt, diesmal unter neuer Schirmherrschaft. Und das, obwohl der Schwimmclub Solothurn aus dem Patronat austritt - nun gibt es einige Änderungen für den Event.

Andreas Kaufmann
Drucken
Teilen
Wenn das Wetter mitmacht, ist am 8. August wieder Wettschwimmen angesagt.

Wenn das Wetter mitmacht, ist am 8. August wieder Wettschwimmen angesagt.

Felix Gerber

Es fehlte nicht viel und der Anlass wäre nach über 70 Jahren im wahrsten Sinne bachab gegangen. So hat der Schwimmclub Solothurn, aus dessen Reihen das Aareschwimmen jeweils organisiert wurde, nun seinen Rückzug aus dem Patronat verkündet. In die Lücke springt die Solothurner Sektion der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, die somit die diesjährige Durchführung auf Kurs gebracht hat.

Indes nennt Schwimmclub-Präsident Renzo Wolf im Vereinsmagazin «Wasserratte» zwei Hauptgründe für den Ausstieg: Die Vereinssparte Wasserball, die das Aareschwimmen ins Leben gerufen habe, existiere seit Jahren nicht mehr. Und für die anderen Sparten sei es schwierig geworden, diese Arbeit zu übernehmen. Zudem sei es so, «dass in den letzten Jahren das Aareschwimmen viermal aufgrund von Wetterkapriolen abgesagt werden musste», erklärt Wolf. Letztmals übrigens 2014: Damals deutete ein bestehendes Hochwasser darauf hin, dass der Anlass ausfallen würde – frühzeitig, was die Gewinnausfälle des Anlasses zumindest milderte.

Unterbruch war kein Thema

Aareschwimmen

Samstag, 8. August, Starts ab 15.30 Uhr, Badi Solothurn, Start Plauschgruppen 17 Uhr. Festwirtschaft ab 15.30 Uhr im Zielgelände bei der Rötibrücke. Start in den Kategorien Volksschwimmer, Behindertensportler, Plauschgruppe, Kinder (in Begleitung Erwachsener). Anmeldung vor Ort (ab 15 Uhr) oder bis 4. August via www.aareschwimmen.ch.

Das bestehende Organisationskomitee des Aareschwimmens unter Präsident Stefan Ryser bleibt dem Anlass auf alle Fälle erhalten. «Ursprünglich war seitens Schwimmclub geplant gewesen, den Anlass für ein Jahr zu pausieren. Das fand ich aber eine schlechte Idee», so Ryser. «So lassen wir es heuer auf kleinerem Feuer lodern», will heissen, dass man vor allem bei der Anlasswerbung sparsamer blieb. Neu ist die Voranmeldung bis wenige Tage vor dem Anlass möglich.

Ausserdem findet das Aareschwimmen erstmals nicht an einem Sonntagmorgen, sondern einem Samstagnachmittag statt. Diese Verschiebung war schon für 2014 geplant gewesen. Einerseits habe es frühmorgens an jüngeren Schwimmern gemangelt, sagt Ryser, andererseits erhofft man sich im OK durch die zeitliche Verschiebung der Startzeit auf 15.30 Uhr auch ein Plus in der Festwirtschaft.

Und für 2016 spurt das Organisationskomitee ebenfalls vor: So könnte das Startgeld der normalen Gruppen in der Höhe von gegenwärtig 28 Franken reduziert werden. Vielleicht werden die Siegermedaillen durch weniger kostspielige Preise ersetzt. «Aber darüber denken wir im Herbst nach», sagt Ryser. Damit verbunden ist auch der Wunsch, die Teilnehmerzahlen zu erhöhen. In einem Durchschnittsjahr verzeichnete man bis 200 Anmeldungen, im Hitzesommer 2003 waren es 400.

Das Aareschwimmen wird mit einem Budget von rund 20 000 Franken bestritten – unter anderem dank Sponsoren. Dennoch sei man stets auch auf Gönnersuche, sagt Ryser. «Grosse Gewinne waren ohnehin nie das Ziel», dennoch stellt er eine Ausgewogenheit über die Jahre fest. «Nicht zu vergessen ist die zahlenreiche ehrenamtliche Manpower», ergänzt Ryser. So wirken allein am Anlass selbst 100 Helfer mit, und zwar aus den Reihen der SLRG, der Solothurner Kajakfahrer, des Eidgenössischen Verbands der Übermittlungstruppen Sektion Solothurn, der Stadt- und die Kantonspolizei sowie auch des Schwimmclubs.

Aktuelle Nachrichten