Solothurn
Aarerundi Challenge 2020: Ein Lauf, an dem vieles ein wenig anders ist als sonst

Die Aarerundi Challenge 2020 wird in Solothurn am kommenden Donnerstag nun doch noch durchgeführt. Der Light Run fällt dieses Jahr aber aus.

Fabio Vonarburg
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Auch dieses Jahr wird die 4,7 Kilometer lange Aarerundi auf Zeit gelaufen. Dennoch ist dieses Jahr wegen der Coronakrise vieles anders. So gibt es keinen Massenstart. Der beliebte Light Run kann dieses Jahr nicht durchgeführt werden. Im September wäre es wieder so weit gewesen.

Auch dieses Jahr wird die 4,7 Kilometer lange Aarerundi auf Zeit gelaufen. Dennoch ist dieses Jahr wegen der Coronakrise vieles anders. So gibt es keinen Massenstart. Der beliebte Light Run kann dieses Jahr nicht durchgeführt werden. Im September wäre es wieder so weit gewesen.

zvg Bild: Hansjörg Sahli

Der Event sei hoffentlich ein einmaliges Format, schreiben die Veranstalter auf der Website und hegen damit einen Wunsch, der Veranstaltern normalerweise fern ist. Doch dem Verein Lightrun ist es ernst. Sie wollen das Rennen, das sie kurzfristig am kommenden Donnerstag angesetzt haben, nur einmal durchführen. Die Rede ist von einer Spezialausgabe der Aarerundi Challenge. In diesem Jahr wird sie aber unter dem Label Pop-up-Race durchgeführt. Dies, weil in diesem Jahr einiges anders ist als in anderen Jahren. Wie bei vielen Dingen liegt dies an der Coronakrise.

Ein Volkslauf beinhaltet viele Dinge, die zu Zeiten einer Pandemie schwierig sind – schlicht weil sie es schwierig machen, die geltenden Abstandsregeln einzuhalten. Etwa ein Massenstart mit Hunderten von Läufern, Garderoben, die von allen genutzt werden und nicht zu vergessen der gesellige Teil, der meistens ein zentrales Element für solche Anlässe ist. Nicht verwunderlich also, dass dieses Jahr viele Läufe nicht durchgeführt wurden, darunter auch die Aarerundi Challenge, die eigentlich auf den 20. Mai angesetzt war.

Gestartet wird in Gruppen an maximal 10 Läufern

Das Pop-up-Race kann am kommenden Donnerstag, 23. Juli, durchgeführt werden, weil es ohne all diese Dinge auskommt, die oben aufgezählt wurde. Ein Massenstart gibt es keinen, wie Boris Graber vom Verein Lightrun ausführt. Gestartet wird in Kleingruppen an maximal zehn Läufer, die auch dabei genügend auseinanderstehen müssen. Alle zwei Minuten fällt beim Schulhaus Schützenmatte der Startschuss für eine Kleingruppe. Maximal 300 Läufer werden zwischen 17 und 20 Uhr auf die 4,7 Kilometer lange Strecke geschickt, die der klassischen Solothurner Aarerundi entspricht. Sprich vom Schulhaus Schützenmatt bis zum Emmenspitz auf der Südseite der Aare, danach zurück zum Schulhaus auf der Nordseite der Aare.

Zwar weiss man auch in diesem Jahr, dank der Zeitmessung der Firma Trackmaxx, wer die und der Schnellste aller Läuferinnen und Läufer ist, aber anders als gewohnt müssen diese auf den verdienten Applaus verzichten. Das Pop-up-Race kommt ohne Siegerehrung aus. Auch mit dem Anstossen wird nichts, da ebenfalls wegen Covid-19 auf eine Festwirtschaft verzichtet wird. Ebenso gibt es keine Garderoben und Duschen. Auch Spontananmeldungen sind in diesem Jahr keine möglich.

Wer am Donnerstag mit einer Startnummer die Aarerundi laufen will, muss sich bis am Vortag online anmelden. Bislang haben sich um die 60 Personen angemeldet. «Es wird eine ganz andere Art von Lauf, als man es sich gewohnt ist», sagt Graber in Bezug auf die Einschränkungen. Man habe sich dennoch entschieden, einen solchen durchzuführen, «um den Läufer einmal wieder die Gelegenheit zu geben, mit einer Startnummer und mit offizieller Zeitmessung zu laufen».

Der Partylauf Light Run gibt es dieses Jahr nicht

Nebst der Aarerundi Challenge, welche besonders auch für Einsteiger durchgeführt wird, organisiert der Verein Lightrun zwei weitere Läufe im Jahr. Der Lebkuchenlauf, der jeweils im Dezember stattfindet, und natürlich der Light Run, der von Jahr zu Jahr grösser wurde. Dieser ist eine Mischung zwischen Lauf und Party. Das Gesellige ist hier klar im Vordergrund. So wird etwa die Zeit nicht gemessen.

Zum fünften Mal hätte dieser Event im September stattfinden sollen, der im vergangenen Jahr 1800 Teilnehmer zählte, davon 60 Prozent Frauen. Doch daraus wird nichts. Der Light Run 2020 wird es nicht geben, wie Boris Graber sagt. Noch wisse man zu wenig, wie die Situation und die Vorgaben sich im September präsentieren. «Und es wäre ein zu grosses finanzielles Risiko gewesen, wenn wir die Planung vorangetrieben hätten und dann hätten absagen müssen», sagt Graber.

Aarerundi 2020: Anmeldung und weitere Informationen unter: sol-id.ch/aarerundi

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