Solothurn
73 Anwohner wehren sich gegen Tempo 30 im Loretoquartier

In einer Petition wird gefordert, dass im Loretoquartier in Solothurn kein Tempo 30 eingeführt wird. Das sei gar nicht nötig und komme einer Verschleuderung von Steuergeldern gleich.

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Der Gemeinderat hat sich für Tempo 30 ausgesprochen.

Der Gemeinderat hat sich für Tempo 30 ausgesprochen.

Wolfgang Wagmann

Überflüssig sei eine Tempo-30-Zone im Loretoquartier, wie vom Gemeinderat beschlossen, man könne dort gar nicht schneller fahren. Die 50'000 Franken für die Zone sei eine Verschleuderung von Steuergeldern. Mit dieser Begründung bittet eine Petition aus dem Quartier mit 73 Unterschriften die Gemeinderatskommission GRK, den Kredit nicht zu genehmigen.

Betonpflanzenkübel und Sackgassen verhindern im Loretoquartier Durchfahrten, schmale Strassen und Gassen mit parkierten Autos lassen nicht zu, dass Autos einander kreuzen. Schwellen verlangsamen die Fahrten zusätzlich. Diverse Geschwindigkeitsmessungen der Polizei zeigten: die meisten Autos fahren weniger als mit 30 km/h.

Dennoch hatte der Gemeinderat knapp mit 16 gegen 14 Stimmen beschlossen, im Loretoquartier eine Tempo-30-Zone zu errichten. In einem nächsten Schritt muss die GRK einen Nachtragskredit von 50'000 Franken für Gutachten und andere Arbeiten genehmigen. Die GRK soll diesen Kredit ablehnen, fordert nun die Petition. (ags)