Zum vierten Mal wird ein mittlerweile bekanntes Postkartenmotiv das weihnachtliche Solothurn prägen und noch weihnachtlicher machen: Im Hintergrund die Altstadt und auf der anderen Aareseite das beschauliche Holzdörfchen mit 50 kleinen und vier Doppelhütten.

Ab morgen Mittwoch um 15 Uhr bis Sonntag finden sich am südlichen Ende der Kreuzackerbrücke wieder 61 «Dorffamilien» ein, die all jenes bieten, was die Weihnachtsstimmung noch mehr ins Bewusstsein holt: Gaumenfreuden, Dekoratives fürs Auge, Schmuck, Funktionales und alles, was sonst wie zum Schenken Freude bereitet. Das Authentische, Ursprüngliche ist allen Produkten zueigen, und das meiste verdient auch das Prädikat «selbst gemacht».

Damit hält das kleine, tatkräftige Organisationskomitee an einem bewährten Konzept fest: Sanftes Wachstum und «Qualität vor Quantität» sind auch heuer wieder Losungsworte, denen sich Martin Tschumi, Kurt und Ursula Steiner sowie Thomas Schärer verpflichtet fühlen. Dies bekommt nicht nur der Besucher zu spüren, sondern auch die Aussteller: «Viele sagten kurz nach der dritten Durchführung gleich wieder zu.»

Demgegenüber hatte das OK aber auch die Qual der Wahl, aus den Bewerbern die beste Zusammenstellung zu schaffen. «Wir haben im Grossen und Ganzen auch auf die ‹Branchenexklusivität› geachtet», ergänzt Tschumi: «So hat jedes Hüsli seine Eigenheiten.» Zwölf neue Standbetreiber sind diesmal mit dabei, unter anderem «5moms»: Zwei kreative Frauen aus Niedergösgen, die ab Februar mit ihrem Nähatelier an der Berntorstrasse ihr Lokal beziehen, feiern bei dieser Gelegenheit ihren «Einstand» in Solothurn.

Rahmenprogramm gehört dazu

Wieder wird eine überdachte Bühne ein bisschen «Schärme» bei garstigem Wetter geben. Denn auch bei der vierten Durchführung bildet das Rahmenprogramm einen Eckpfeiler. Wieder werden Märchenerzählerinnen die jüngere Besucherschar in ihren Ban schlagen, Drehorgelmusik und Alphornklänge runden die Stimmung am Aareufer ab, beim Schausägen wird gezeigt, wie aus einem Stück Holz (fast) lebendige Figuren entstehen.

Ausserdem wird Radio 32 morgen Mittwoch Selbstgebackenes anbieten – für einen wohltätigen Zweck. Und auch der Buechibärgermäret wird sich am Donnerstag am Kreuzackerplatz präsentieren.

Auch wenn der Wiehnachtsmäret die Prägung der Vorstadt trägt, wollen die Organisatoren sie als Anlass für die ganze Stadt verstanden wissen. Als Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen wie den Chlausemäret sieht Tschumi den Wiehnachtsmäret aus zwei Gründen nicht: «Zum einen liegen drei Wochen dazwischen. Zum anderen unterscheiden sich die Märkte voneinander.» Auch Fritz Beetschen, der mit seinem Marroni-Hüsli auf natürliche Weise in den Markt eingegliedert wird, ergänzt das Angebot eher, als dass er ihm konkurriert.

Damit der Markt durchgeführt werden kann, muss neben dem Effort des OKs auch das Finanzielle geregelt sein. Während die Unterstände zwar der Organisation gehören, werden die Hütten immer noch gemietet: «Ohne Spenden läuft nichts», sagt Tschumi klar.

Darüber hinaus finanziert sich der Anlass über Sponsoren, Standmieten und – nicht zu vernachlässigen – durch die Einnahmen aus der Glühweinhütte.

Infos: www.provorstadt.ch