Solothurn

36 Primarschüler waren «reif» für die etwas andere Insel

Beleibt war bei den Teilnehmenden der Boulderraum.

Die Bilanz des «Ferieninsel»-Angebots des Alten Spitals zeigt: Das Pilotprojekt kam bei Nutzern und ihren Eltern gut an.

Erstmals überhaupt bot die Jugendarbeit des Alten Spitals während der ersten Herbstferienwoche mit der «Ferieninsel» ein betreutes Ferienangebot für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren. Dabei boten sich Gelegenheiten, sich kreativ und sportlich auszutoben, Freunde zu treffen und neue Bekanntschaften zu schliessen. Entsprechend lockte die «Ferieninsel» mit einem breiten Fächer an Aktivitäten.

Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, einen Waldtag in der Verenaschlucht zu verbringen, an Workshops mit Tuchakrobatik, Kampfsport, Hip-Hop und Breakdance mitzuwirken. Im Alten Spital stand den Kindern und Jugendlichen auch der Boulderraum und das Siebdruck-Atelier offen, während im Attisholz-Areal ein Graffiti-Workshop lockte.

Ebenso wurden eine Schnitzeljagd und ein Game-Turnier veranstaltet. Und mit einem Kochworkshop im Alten Spital waren auch kulinarische Themen abgedeckt. Ein gemeinsamer Abschlussabend mit Film, der sowohl bei Eltern als auch bei den Kindern auf gute Resonanz stiess, rundete die Woche ab, wie auch Eva Gauch, Betriebsleiterin im Alten Spital, erzählt.

Das Angebot sprach Primarschulkinder an

Durchschnittlich besuchten pro Tag rund 14 Kinder die Ferieninsel, die gesamthafte Teilnehmerzahl beträgt 36. Dabei wurde das Angebot ausschliesslich von Kindern im Primarschulalter wahrgenommen. Zwei Jugendarbeiter sowie die diversen Workshopleiter waren für die Betreuung zuständig und dies durchgehend von 8 bis 18 Uhr.

Für die Mittagsverpflegung wurde auf die Ressourcen des Gastrobetriebs im Alten Spital zurückgegriffen. «Die Rundum-Tagesbetreuung wurde vor allem von den berufstätigen Eltern sehr geschätzt», sagt Gauch. «Für das Team wichtig ist vor allem die Erkenntnis, dass das Angebot, das in einer Elternbefragung als Bedarf erkannt werden konnte, wirklich auch genutzt wird und thematisch und inhaltlich auf positive Resonanz stösst.»

«Luft nach oben» bei der Auslastung

Generell: Mit der ersten Durchführung der Ferieninsel seien die Mitarbeitenden der Jugendarbeit Solothurn zufrieden, ebenfalls mit der Auslastung. «Auch wenn es hier noch Luft nach oben gibt», ergänzt Gauch. Einer Fortsetzung des Angebots steht das Alte Spital offen gegenüber. Eva Gauch: «Ich gehe schon davon aus, dass die Ferieninsel nächstes Jahr eine Fortsetzung findet. Wie und wann, wird allerdings teamintern noch evaluiert.»

Während die Angebote bei diesem ersten Pilot lediglich an den Stadtschulen beworben wurden, sei bei einer Wiederholung denkbar, die «Ferieninsel» auch in der ganzen Region bekannt zu machen.

Doch auch ausserhalb der «Ferieninsel» läuft etwas bei der Jugendarbeit im Alten Spital: Gleich nach den Herbstferien wird der Jugendtreff seinen regulären Betrieb wieder aufnehmen. Ab dem 25. Oktober steht er allen Siebt- bis Neuntklässlern jeden Freitagabend von 17 bis 21 Uhr offen. (ak)

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